Genussvolle Präsente für gewichtigsten Minister Peter Altmaier

Von: disch
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Der Kanzleramtsminister in der Erkelenzer Stadthalle: Peter Altmaier war am Donnerstagabend der Haupt­redner bei einer Wahlkampfveranstaltung der CDU. Foto: Koenigs
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Eintragung ins Goldene Buch der Stadt Erkelenz: Peter Altmaier unterschrieb im Beisein von Bürgermeister Peter Jansen (l.) und vom Abgeordneten Wilfried Oellers. Foto: Koenigs

Kreis Heinsberg. Im zweiten Anlauf hat es geklappt: Im Oktober vergangenen Jahres, als die Kreis-CDU in der Oberbrucher Festhalle Wilfried Oellers erneut als ihren Kandidaten für den Bundestag aufgestellt hatte, war Peter Altmaier, Chef des Bundeskanzleramtes und Bundesminister für besondere Aufgaben, als Gastredner erwartet worden.

Doch wegen eines wichtigen Termins in Berlin musste er damals seinen Besuch kurzfristig absagen. Am Donnerstagabend war der Kanzleramtsminister nun aber zu Gast im Kreis Heinsberg: In der ­Erkelenzer Stadthalle leistete er Wahlkampfunterstützung für Oellers und rührte natürlich kräftig die Werbetrommel für die CDU, denn trotz guter Umfragewerte für die Union gelte: „Es wird sich erst in den letzten zwei Wochen entscheiden, wie die Karten verteilt werden. Die Menschen entscheiden sich erst in den letzten Tagen, wen sie wählen.“

Begrüßt worden war Altmaier auch von Bürgermeister Peter Jansen, der den prominenten Gast um die Eintragung in das Goldene Buch der Erka-Stadt bat: „Möge es Deutschland und Erkelenz auch künftig gut gehen!“ So schrieb Altmaier.

Die Nähe zu den Niederlanden und vielleicht auch seine Erinnerung an nächtelange, durchaus nicht trockene Polit-Debatten, die er in jungen Jahren in der Grenzstadt Sittard geführt hatte, ermunterten ihn wohl dazu, seinen herzlichen Dank für die Einladung in der Sprache des Nachbarlandes hinzuzufügen: „Heel hartelijk bedankt voor de uitnodiging!“

In seiner Rede betonte Altmaier, der federführend für das Wahlprogramm der CDU verantwortlich zeichnet, vor rund 180 Zuhörern, in welch einem guten Zustand das Land sei: „Wir leben in dem schönsten und besten Deutschland, das wir in den letzten 100 Jahren hatten.“ Steuersenkungen, die Förderung junger Familien mit Kindern, die Schaffung der modernsten und bürgerfreundlichsten öffentlichen Verwaltung in Europa – dies waren einige der Themen, die Altmaier mit Blick auf die nächsten vier Jahre ansprach.

Für Oellers hatte Altmaier viele lobende Worte parat: Er schätze ihn besonders, seine Arbeit imponiere ihm. Oellers stamme aus einer ländlich geprägten Familie, habe Jura studiert und sei Fachanwalt für Arbeitsrecht. Im Ausschuss für Arbeit und Soziales sei er anerkannt wegen seiner menschlichen Art und seiner Kompetenz.

So hoffe er, blickte Altmaier in die Zukunft, dass er es noch erleben werde, bei einem Latte macchiato am Gendarmenmarkt in Berlin zu sitzen und zu sagen; „Das macht der Arbeitsminister Wilfried Oellers gar nicht so schlecht!“

Am Ende seiner Rede durfte der Hinweis nicht fehlen, dass er sicherlich nicht der wichtigste Minister in der Regierung sei, „aber ich bin der gewichtigste Minister“. Sigmar Gabriel habe ihm das streitig machen wollen. Und sie hätten sich an so manchem kalt-warmen Büfett duelliert, aber letztlich habe Gabriel „keine Chance“ gehabt, sagte der Kanzleramtschef mit sichtlichem Stolz.

Und er strahlte umso mehr, als ihm Oellers bei der kurzen Verabschiedung (der Flieger nach Berlin wartete) einen Korb mit genussvollen Präsenten aus der hiesigen Region überreichte. Damit dürfte Altmaier auch in Zukunft Sieger im „Kilo-Duell“ mit Gabriel bleiben.

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