Generalvikar besucht Beratungsstelle für arbeitslose Menschen

Von: anna
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Danuta Dorosz, Leiterin der Beratungsstelle für erwerbslose Menschen im Kreis Heinsberg, schenkte Generalvikar Manfred van Holtum bei seinem Besuch in Geilenkirchen ein selbst gemaltes Bild. Foto: Anna Petra Thomas

Kreis Heinsberg. Bistum Aachen und Region Heinsberg werden in allen Gottesdiensten am 3. und 4. Mai wieder unter einem ganz besonderen Aspekt zu Spenden aufrufen: Im Vorfeld der Solidaritätskollekte für arbeitslose Menschen hat Generalvikar Manfred van Holtum am Donnerstag die Beratungsstelle für erwerbslose Menschen in Geilenkirchen besucht.

Begrüßt wurde er von deren Leiterin Danuta Dorosz, von Geilenkirchens Bürgermeister Thomas Fiedler, von Regionaldekan Gottfried Maria Graaff, von Vertretern beteiligter Institutionen und von Klienten der Beratungsstelle.

Seit Eröffnung der Einrichtung Anfang 2011 habe sich Geilenkirchen zum Hauptstandort ent­wickelt, erklärte Danuta Dorosz. Dort gebe es an vier Tagen ein ­Beratungsangebot, in Erkelenz an einem Tag. Ihr Dank ging rück­blickend noch einmal an alle Institutionen in der Region Heinsberg, die für die Einrichtung „gekämpft“ hätten, wie sie sagte. Namentlich nannte sie den Oberbrucher Verein Amos, die Caritas und die Katholische Arbeitnehmer-Bewegung (KAB).

Im Vergleich zu den Anfängen ihrer Arbeit habe sich die Zahl der Beratungen im vergangenen Jahr vervierfacht, so Dorosz, die damit den „Erfolg“ ihrer Arbeit verdeutlichte. Viele Menschen, die heute arbeitslos würden, wüssten überhaupt nicht, was zu tun sei. „Ich bin dann da als Lotse“, erklärte sie. Als Schwerpunkt ihrer Arbeit sieht sie vor allem die direkte, persönliche Hilfe bei familiären und psychosozialen Problemen. „Kostenlos, vertraulich, unabhängig – total wichtig!“, charakterisierte sie die Arbeit der Beratungsstelle zusammenfassend.

Arbeitslosigkeit dürfe nicht unter dem Aspekt gesehen werden, wie viel sich der Staat finanziell leisten könne, betonte der Bürgermeister. Wichtig sei, sich den Menschen selbst zu widmen, die in Arbeitslosigkeit geraten seien. Zudem dürfe die aktuelle Diskussion um den Fachkräftemangel nicht dazu führen, dass sich der Blick von den arbeitslosen Menschen abwende. Persönlich wünsche er sich, dass Kommunen und Sozialverbände wieder in Dialog treten und zu einer Kooperation finden würden, so Fiedler.

„Hier trifft die kalte Statistik auf ein liebevolles Herz im Kampf gegen Entsolidarisierung und Vereinsamung“, würdigte der Regionaldekan die Arbeit von Danuta Dorosz. Schließlich verdeutlichten auch einige Klienten in sehr persönlichen Worten, wie wertvoll die Unterstützung durch die Beratungsstelle für sie war oder noch ist. „Hier ist die Tür immer offen. Hier kann ich ohne Angst und offen über meine Probleme reden“, erklärte einer von ihnen.

„Sie bringen Licht in das Leben von Menschen, die auf der Schattenseite stehen und von Arbeitslosigkeit betroffen sind“, sagte Manfred van Holtum, direkt an Danuta Dorosz gewandt, nachdem diese ihm ein selbst gemaltes Bild mit einem Puzzleteil in leuchtenden Farben geschenkt hatte. Sie sei dieses ­Puzzleteil im Leben des arbeits­losen Menschen, der in die Beratungsstelle komme, hatte die Einrichtungsleiterin dem General­vikar zu erklärt.

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