Gemeinschaftsschule für Erkelenz absolut kein Thema

Von: hewi
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Erkelenz. Eine Gemeinschaftsschule, wie sie landesweit zum Erhalt der schwächeren Schulstandorte diskutiert wird, wird es in Erkelenz auf längere Sicht nicht geben.

Dies erklärte der erste Beigeordnete Dr. Hans-Heiner Gotzen auf der letzten Sitzung des Schulausschusses. Dort wurde über den Modellversuch Gemeinschaftsschule und dessen Umsetzbarkeit in Erkelenz berichtet. Grundlage war eine Studie, die das Landesministerium für Schule und Weiterbildung herausgegeben hat.

Schulpolitik dürfe nicht nur „im eigenen Haus” gemacht werden, betonte der Ausschussvorsitzende Ferdi Kehren und verwies auf die kreisweiten Bemühungen um einen gemeinsamen Schulentwicklungsplan. Er verwies auf den gesunden Schulstandort Erkelenz und den Beschluss, den Nachbarkommunen keine Schüler „abzuziehen”.

Gotzen erläuterte das Anliegen der Idee zur Gemeinschaftsschule. Sie solle auch in demografisch schwachen Regionen und Gemeinden ermöglichen, dass alle Schulformen an einem Standort angeboten werden könnten. In anderen Regionen hätten solche Zusammenschlüsse von Schultypen andere Namen, zum Beispiel „Werksrealschule”. Bedroht sei kreisweit vor allem die Hauptschule. In Erkelenz sei jedoch durch den Zusammenschluss der Gerderather Arnold-von-Harff-Schule mit der Gemeinschaftshauptschule am Zehnthofweg eine solide Basis geschaffen worden, um das Hauptschulangebot in Erkelenz aufrecht zu erhalten.

Alle Schultypen im Angebot

Die Hauptursache des Modellprojektes - ein wohnortnahes umfassendes Schulangebot - sei in Erkelenz gegeben. Nach Ansicht des Ministeriums müsse die Gemeinschaftsschule alle Schultypen anbieten können. Eine zusätzliche Gemeinschaftsschule in Erkelenz würde den Wettbewerb unter den Schulen verschärfen. Wie solle man Eltern erklären, dass sie ihr Kind auf die Gemeinschaftsschule und nicht eine der vorhandenen anderen Schulen schicken sollten, fasste Gotzen das Problemzusammen.

Darüber hinaus müsse die Gesamtschule mindestens vierzügig sein. Eine Gemeinschaftsschule müsse eine „dauerhaft attraktive” Lösung für die Eltern darstellen, was in Erkelenz nicht der Fall sei. Kreisweit müsse über die Schaffung von Gemeinschaftsschulen nachgedacht werden, deren Ziel jedoch nicht sein dürfe, die Schüler aus Nachbarkommunen abzuziehen. Auch angesichts der starken Realschule in Erkelenz sehe er „keine Umsetzbarkeit für eine Gemeinschaftsschule in Erkelenz”, erklärte Gotzen.

Auch Bürgermeister Peter Jansen betonte, man müsse das Thema „ohne Hast” angehen, da die sinnvollen und notwendigen Gegebenheiten in Erkelenz nicht geboten seien. Der Modellversich ist auf sechs Jahre angelegt. Ausschussmitglied Christel Honold-Ziegahn betonte, es müsse beobachtet werden, bevor eigene Schlüsse gezogen werden könnten.
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