Gemeinschaft der Stille drosselt Tempo beim Frauenpilgertag

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Beim Frauenpilgertag: Lauftherapeutin Elke Coenen und Frauenseelsorgerin Sabine Mevissen (von rechts) begrüßten die Frauen in Herkenbosch. Foto: Petra Wolters

Kreis Heinsberg. Zum Auftakt des bistumsweiten Frauenpilgertages hat sich die Frauenseelsorgerin der Region Heinsberg, Sabine Mevissen, gefreut am Startpunkt im niederländischen Herkenbosch rund 140 Frauen aus dem Kreis Heinsberg begrüßen zu können.

Für alle hatte sie Namensschilder mit dem Bild einer Jakobsmuschel vorbereitet. Darüber hinaus erhielt jede Frau ein Pilgerbuch und einen Gedankenanstoß aus der Schatzkiste. Hildegard Schelhaas aus der Pfarrei St. Lambertus Hückelhoven hatte sogar eine echte Jakobsmuschel an ihren Rucksack gebunden. „Die habe ich vom Katholikentag in Osnabrück”, erzählte sie. „Da bin ich auch den Pilgerweg gegangen.”

Von Herkenbosch aus waren es zwölf Kilometer bis nach Roermond. Los ging es zunächst mit einem Aufwärmtraining von Lauftherapeutin Elke Coenen. Sie gab den Teilnehmerinnen einen ersten Impuls für den Pilgerweg, der Sinnbild sein sollte für den ganz persönlichen Lebensweg der Frauen.

Zwei Kilometer legten diese dabei schweigend zurück. „Alle Frauen ließen sich darauf ein und waren berührt von der Gemeinschaft der Stille, die das Tempo drosselte”, so Mevissen, die bei der Begleitung der Frauen von den vier Gemeindereferentinnen Britgitta Beiten, Ute Errens, Heidrun Skowranek und Irmgard Zielenbach unterstützt wurde. „Diese Erfahrung wollte Mut machen, auch in der Hetze des Alltags mal das Tempo herauszunehmen.”

Nachdem die Frauen in der Kapel in´t Zant am Rande von Roermond ihre Anliegen der Gottesmutter anvertrauen konnten, trafen sie in der Kathedrale St. Christoffel mit Pilgerinnen aus Kempen-Viersen und Mönchengladbach zu einem Pontifikalamt zusammen, das Weihbischof Dr. Johannes Bündgens zelebrierte. „Dabei erlebten sie viel Wertschätzung für den Pilgerweg, der hinter ihnen lag”, so Mevissen. Die Frauenseelsorgerinnen der drei Regionen seien der Frage nachgegangen, welche guten Nachwirkungen und Anregungen dieser Pilgertag für jede Teilnehmerin zu Hause haben könne.

Der Weihbischof habe in seiner Predigt betont, dass die Frauen zu der Zeit Jesu am Ostermorgen mit all ihren Sorgen zum Grab gegangen seien. „Sie, die treu und verbindlich zu Jesus hielten, erfuhren als erste, dass Probleme sich oft von alleine lösen, wenn wir uns ihnen stellen und den ersten Schritt zur Veränderung tun”, so Mevissen. Dazu brauche es auch heute noch Mut, aber den wichtigen Schritt hätten die Frauen mit der Teilnahme am Frauenpilgertag getan.
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