Gemeinsame Erklärung: Kreistag erteilt dem Rassismus eine Absage

Von: anna
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Kreis Heinsberg. Einstimmig hat der Kreistag eine von den sieben Fraktionen CDU, SPD, Bündnis 90/Die Grünen, FDP, Die Linke, FW und AfD zusammen beantragte „Gemeinsame Erklärung gegen Rassismus“ verabschiedet.

Mit dieser Erklärung stelle sich der Kreistag eindeutig gegen Rassismus und heiße ankommende Flüchtlinge herzlich willkommen, hieß es im Beschlussvorschlag.

Der Wortlaut der Erklärung: „Wir im Kreis Heinsberg wollen gegen die Gewalt gegen Flüchtlinge ein klares und eindeutiges Zeichen setzen: Wir verurteilen auf das Schärfste den aufflackernden Fremdenhass. Deshalb geben wir über die Grenzen der im Kreistag vertretenen demokratischen Fraktionen folgende Erklärung ab: ‚Im Kreis Heinsberg leben Menschen mit unterschiedlicher Herkunft, unterschiedlichen Kulturen und Religionen. Wir Kreistagsabgeordnete schätzen die vorhandene Vielfalt der Menschen mit ihren Talenten und Fähigkeiten; wir wollen in einem Prozess der gegenseitigen Verständigung gemeinsam einen Kreis gestalten, der frei von Vorurteilen ist und in dem ein Klima der Akzeptanz und des gegenseitigen Vertrauens herrscht.

Alle Menschen sollen Wertschätzung erfahren, unabhängig von Geschlecht, Rasse, Nationalität, ethnischer Herkunft, Religion oder Weltanschauung, Behinderung, Alter, sexueller Orientierung und Identität. Gemeinsam mit den regionalen Institutionen (Kindergärten, Schulen, soziale Einrichtungen, Organisationen, Betriebe und Verwaltungen in den kreisangehörigen Kommunen) wollen wir entsprechende Leitbilder auf der Grundlage gemeinsamer freiheitlicher Normen und Regeln verfolgen. Gemeinsam wollen wir eine interkulturelle Orientierung und Öffnung unserer Einrichtungen und die Sprachkompetenzen im Deutschen und in den Herkunftssprachen fördern, den Dialog da, wo es noch Probleme gibt, intensivieren. Es ist entschieden gegen Gewalt, Diskriminierung, Ausgrenzung und Rassismus vorzugehen. Dazu unterstützen wir die Bildungsarbeit aller Institutionen durch Bereitstellung von geeigneten Materialien und die Durchführung von Aufklärungsmaßnahmen.

Wir bringen unsere gemeinsame Haltung gegenüber Gruppierungen und Organisationen zum Ausdruck, die sich erkennbar nicht von Diskriminierung, Gewalt und Rassismus distanzieren. Wir erklären, uns persönlich gegen Gewalt, Diskriminierung und Rassismus einzusetzen.‘“

Unterzeichnet ist die Erklärung von Norbert Reyans für die CDU, von Ralf Derichs für die SPD, von Maria Meurer für Bündnis 90/Die Grünen, von Stefan Lenzen für die FDP, von Silke Otten für Die Linke, Walter Leo Schreinemacher für die FW und Jürgen Spenrath für die AfD.

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