Kreis Heinsberg - Gemeinsam soll ein Zeichen für Toleranz gesetzt werden

Gemeinsam soll ein Zeichen für Toleranz gesetzt werden

Letzte Aktualisierung:
9346941.jpg
Im Hückelhovener Wahlkreisbüro des SPD-Bundestagsabgeordneten: Norbert Spinrath (4. v. r.) traf sich mit Vertretern der muslimischen Gemeinden, Verbände und Vereine aus dem Kreis Heinsberg. Dabei war auch Jürgen Heitzer (4. v. l.), Kontaktbeamter der Kreispolizeibehörde für muslimische Institutionen.

Kreis Heinsberg. Nach den Anschlägen von Paris und den Schießereien in Belgien hatte der SPD-Bundestagsabgeordnete Norbert Spinrath Vertreter der muslimischen Institutionen zu einem Gespräch in seinem Wahlkreisbüro in Hückelhoven eingeladen.

Spinrath: „Mir war es ein persönliches Bedürfnis, mit den Vertreterinnen und Vertreter der muslimischen Verbände und Vereine ins Gespräch zu kommen. Im Dialog wollte ich mich darüber informieren, ob sie nach den Anschlägen von Paris im Kreis Heinsberg Anschuldigungen oder Misstrauen haben erfahren müssen. Und wie alle Bürgerinnen und Bürger im Kreis ein Signal setzen können.“

In der Runde wurde laut Spinrath schnell deutlich, dass die muslimischen Gemeinden, Verbände und Vereine genauso wie die christlichen und alle anderen Glaubensinstitutionen zusammenstehen und sich für die gemeinsamen Werte öffentlich einsetzen müssen. Kritisch sei angemerkt worden, dass der Islam als Religion von Terroristen als Legitimation missbraucht werde. Ein Teilnehmer des Gesprächs habe zu verstehen gegeben, dass es ihm sehr weh tue, dass sein Glaube für diese Gräueltaten überall auf der Welt benutzt werde.

Alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Gesprächs waren sich – wie der Abgeordnete berichtete – am Ende einig, dass eine gemeinsame Aktion im Kreis Heinsberg veranstaltet werden sollte. Dazu will sich der Gesprächskreis in Kürze wieder treffen und die Planungen konkretisieren.

„Mir ist heute Abend klar geworden, wie tief auch die muslimischen Mitbürgerinnen und Bürger in unserem Kreis betroffen sind. So klar sie sich auch immer über ihre Sprecher von Gewaltexzessen distanzieren: Sie müssen sich immer rechtfertigen. Weil sich Terroristen missbräuchlich auf ihren Glauben berufen. Gemeinsam werden wir nach unserer nächsten Zusammenkunft alle Bürgerinnen und Bürger aller Herkünfte und Religionen und alle Organisationen und politischen Parteien im Kreis Heinsberg dazu aufrufen, ein Zeichen für Toleranz, Weltoffenheit, Frieden, Freiheit und Sicherheit zu setzen“, so Spinrath.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert