Gemeinsam engagiert für die Integration

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Kreis Heinsberg. Mitarbeiter von Caritas-Werkstatt, Jugendwerkstatt und Gemeindesozialarbeit kamen zum Informationsaustausch in die Räumen des Interkulturellen Zentrums in Hückelhoven.

„Wir laden den Caritasverband ein, mit ins Team zu kommen, um zu sehen, wo die Schnittstellen der Zusammenarbeit sind.” Diese Einladung formulierten Christian Ehlers, Leiter der Migrationsfachdienste vom Diakonischen Werk, und Sati Tavsan, Vorsitzender des Türkischen Arbeitnehmervereins, der Träger des Interkulturellen Zentrums ist.

Der Besuch der Fachkräfte des Caritasverbandes war Teil einer fünftägigen Fortbildungsreihe zum Thema „Gemeinsam für Integration”. Initiator der Schulung war die Caritas-Werkstatt.

Auf der Grundlage des eigenen kulturellen Hintergrundes wurden im Zusammenwirken mit den Fachreferenten des Caritas-Migrationsdienstes Rheine in 40 Zeitstunden der eigene Zugang und der sensible Umgang bei der gesellschaftlichen und beruflichen Integration von Bürgern mit Migrationshintergrund reflektiert und für das berufliche Handeln geschult.

In der Fortbildung wurde zum Beispiel ein Deutschkurs für Mütter mit Migrationshintergrund im Rahmen der Gemeindesozialarbeit geplant und realisiert. Ebenso gehörten ein Besuch einer Ditib-Moscheegemeinde sowie des Interkulturellen Zentrums in Hückelhoven dazu.

Christian Ehlers informierte die Mitarbeiter des Caritasverbandes bei dem Termin in Hückelhoven über die Tätigkeit der Integrationsagentur. Er erklärte, dass eine Aufgabe der Integrationsagentur sei, die Vereine, die sich im Bildungsbereich auf den Weg machen würden, zu unterstützen. Das Interkulturelle Zentrum sei die Schnittstelle, betonte er.

Daneben wurde auf das Projekt „Spurensuche” hingewiesen, das die Geschichte der ersten und zweiten Einwanderergeneration in den Blick nimmt. Zudem informierte Ehlers die Fachkräfte über die Tätigkeit der sogenannten Integrationslotsen.

Seinen Ausführungen zufolge handelt es sich dabei um eine Gruppe von Frauen und Männern unterschiedlicher Sprachen und Nationalitäten, die sich ehrenamtlich als Integrationslotsen im Kreis Heinsberg betätigen und in einer einjährigen Schulung auf ihre Aufgabe vorbereitet wurden. Sie besteht darin, Menschen mit Zuwanderungsgeschichte zu unterstützen, sei es im Umgang mit Ämtern und Behörden sowie Kindergärten und Schulen, bei der Suche nach Deutschkurse oder bei der Kontaktaufnahme zu spezialisierten Fachdiensten.

Sie vermitteln zwischen den Kulturen und helfen bei Alltagsfragen. Seit Oktober 2009 hätten die Integrationslotsen eine eigene Sprechstunde, teilte Ehlers noch mit.
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