Gelungener Abschluss der Konzertreihe

Von: ulla
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Zum VHS-Meisterkonzert spielte in der Erkelenzer Stadthalle das Bayerische Kammerorchester Bad Brückenau auf. Foto: Koenigs

Kreis Heinsberg. Mit dem siebten Meisterkonzert dieser Spielzeit ging in der Erkelenzer Stadthalle die Konzertreihe 2016/2017 von der Anton-Heinen-Volkshochschule zu Ende. Es war ein gelungener Abschluss mit dem Bayerischen Kammerorchester Bad Brückenau unter der Leitung von Simon Gaudenz, dem mit vielen Preisen ausgezeichneten Schweizer Dirigenten.

Neben musikpädagogischer Arbeit in Schulen und anderen Bildungseinrichtungen zeichnet sich das Orchester, das schon mehrmals in Erkelenz zu Gast war, durch die Pflege zeitgenössischer Musik aus. Berufsmusiker aus Mitteleuropa finden sich jeweils zu Projekten im Bereich der Kammermusik zusammen, wobei auch Musik im Grenzbereich von Tradition und Moderne aufgeführt wird.

Auf dem Programm in Erkelenz standen von Carl Nielsen (Kleine Suite für Streichorchester op. 1), von Gerald Finzi (Konzert für Klarinette und Streichorchester c-moll op. 31) und von Antonín Dvoák (Serenade für Streichorchester E-Dur op. 22).

Der dänische Komponist Carl Nielsen wurde bei der Aufführung seiner Suite als „Herr Carl Nielsen, den niemand kennt“ vorgestellt. Aber das änderte sich schnell nach der Aufführung seines ersten Orchesterwerkes, das beim Publikum so viel Beifall auslöste, dass es gleich zweimal gespielt werden musste. Die Suite rief beim Publikum die unterschiedlichsten Gefühle hervor, von etwas Wehmut bis zur ausgelassenen Heiterkeit.

Höhepunkt des Konzertes war sicherlich das Werk von Gerald Finzi, dem der christlich-jüdischen Tradition in England verhafteten Komponisten.

Da konnte die Klarinettistin Shirley Brill ihre ganze Brillanz und Virtuosität entfalten. Nicht von ungefähr hat sie schon unter den berühmten Dirigenten Zubin Meta und Daniel Barenboim musiziert. Sie glänzte einmal im Frage- und Antwortspiel mit dem Orchester, aber vor allem in ihren Solopassagen, die manchmal so etwas wie Wildheit über die Bühne brachten, gepaart mit Sehnsucht und Leidenschaft. Natürlich gab es besonderen und lang andauernden Beifall für die Solistin, die außerdem an jeder Schönheitskonkurrenz hätte teilnehmen können.

Nach der Pause folgte dann die Serenade von Dvoák mit ihren fünf Sätzen, in denen die Besonderheiten dieses seiner Heimat Tschechien stets verbundenen Komponisten hörbar wurden. Auch manchmal an Haydn und Mozart erinnernd mit deren beschwingter Musik, ging das Werk hin und her zwischen Tanz und Gemächlichkeit, musikalischem Schwung und elementaren Rhythmen, wobei die Romantik eine nicht unerhebliche Rolle spielte.

Nach viel Beifall, Blumen für den Dirigenten und die Klarinettistin gab es als Zugabe einen Tanz aus den sechs rumänischen Volktänzen von Béla Bartók. Und die Zuhörer dürfen sich schon freuen : auf das erste Meisterkonzert der neuen Spielzeit 2017/2018.

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