Gelöste Radmuttern: Polizei sucht Zeugen

Von: ger
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Radmuttern
Gefährlicher Verdacht: In Heinberg könnten Unbekannte an mehreren Fahrzeugen Radmuttern gelöst haben. Die Polizei sucht nach Zeugen. Foto: Peter Steffen/dpa

Kreis Heinsberg. Eigentlich sah alles so aus, als sei die Serie von gelösten Radmuttern im Kreis Heinsberg Mitte des vergangenen Jahres zu Ende gegangen. Am Dienstag teilte die Kreispolizeibehörde allerdings mit, dass am Wochenende gleich drei Autofahrer gemeldet hatten, dass die Radmuttern an ihren Autos lose waren - oder sich ein ganzen Rad gelöst hatte.

Ein 53-jähriger Wegberger war am Sonntag gegen 18.05 Uhr mit seinem Dodge unterwegs, als er verdächtige Fahrgeräusche hörte. Er hielt an und merkte, dass mehrere Radmuttern an beiden Vorderrädern gebrochen und andere offenbar gelöst waren. Das Auto hatte in der Nacht zu Sonntag an der Straße Buschend in Klinkum geparkt.

Ebenfalls am Sonntag bemerkte ein 60-jähriger Mann aus Lindern bei einer Autofahrt, dass die Radmuttern an allen vier Reifen offenbar nicht richtig angezogen waren. Daraufhin hielt er an und befestigte die Muttern. Das Auto parkte in der Nacht zuvor an der Pastor-Pauli-Straße in Lindern.

In Unterbruch löste sich am Samstag gegen 14.30 Uhr auf der Straße Alte Schmiede während der Fahrt das linke Vorderrad eines Opel Astra. Der Fahrer, ein 22-jähriger Hückelhovener, kam mit dem Auto von der Fahrbahn ab. Unklar ist noch, warum sich das Rad löste.

„Es ist nicht auszuschließen, dass die Radmuttern der Fahrzeuge von bisher unbekannten Personen gelöst wurden“, sagte Polizeisprecher Karl-Heinz Frenken. Daher sucht die Polizei Zeugen, die etwas beobachtet haben, das mit den Vorfällen in Verbindung stehen könnten. Zeugenhinweise an: Telefon 02452/9200.

Mitte des vergangenen Jahres hatte eine Serie von mehr als 30 Fällen von gelösten Radmuttern die Polizei im Kreis vor ein Rätsel gestellt. Einen Täter konnte die Polizei damals nicht fassen. Zudem konnte kein Zusammenhang zwischen einzelnen Fällen festgestellt werden.

Auffällig blieb trotzdem die große Zahl der Fälle. Ob es sich es sich um einen Serientäter, technische Defekte oder versuchte Felgendiebstähle handelte, ist immer noch offen.

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