Selfkant-Tüddern - Geld für Restaurierung der Deutz-Juwelen

Geld für Restaurierung der Deutz-Juwelen

Von: agsb
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Jörg Borgans und Markus Krings von der Interessengemeinschaft Bauernmuseum vor dem Schmuckstück aus dem Jahre 1912: Dieser Deutz-Stationärmotor war vor fast 100 Jahren die „Königsklasse”. Foto: agsb

Selfkant-Tüddern. Jörg Borgans vom Bauernmuseum Tüddern blickte wie gewohnt in die Tageszeitung - und sein Herz schlug plötzlich höher.

Der Grund zur Freude war auf Seite eins der Lokalausgabe der Heinsberger Zeitung zu lesen. Borgans hatte wie seine Kollegen von der Interessengemeinschaft Bauernmuseum auf Zuwendung zur Restaurierung zweier Schmuckstücke im Bauernmuseum gehofft - was er las, übertraf seine Erwartungen und war Grund zur Freude: Der Landschaftsverband Rheinland (LVR) unterstützt das Bauernmuseum mit insgesamt 46.500 Euro. Damit wird in defekter Trecker aus dem Jahre 1912 auf Vordermann gebracht. Der Schlepper sieht optisch noch gut aus, motormäßig läuft jedoch absolut gar nichts. Der Deutz-Stationärmotor ist ein Juwel, weltweit sind nur noch drei Exemplare vorhanden.

„Das Deutz-Museum kämpfte vergebens um eine Übernahme aus dem Bauernmuseum ins eigene Museum”, sagt Jörg Borgans. Aus den Niederlanden wurde vor 30 Jahren dieses Schmuckstück erworben. Im September beginnen die Vorbereitungen für den Transport nach Köln, hier erfolgt der Feinschliff. Auch Firmen aus der Region sind an der Restaurierung beteiligt. Nicht alle Maschinenteile gehen auf Reise, sie werden vor Ort bearbeitet. Im kommenden Jahr soll dieser Deutz-Stationärmotor das Highlight beim großen Pfingsttreffen auf dem Gelände des Bauernmuseums sein.

Das Bauernmuseum Tüddern präsentierte jetzt am Backestag zwei weitere Lanz-Traktoren. Diese alten Schmuckstücke stammen aus Brandenburg.

Am Backtag ließ Backchef Ralph Mulder sich über die Schulter schauen. Der alte Steinofen wurde bereits am Vortag noch wie zu Opas Zeiten mit so genannten Schanzen (Reisigholzbündel) vorgeheizt, am Tag drauf kramte Ralph Mulder viele Rezepte aus alter Zeit hervor.

Bei tropischen Temperaturen wurde der Backmeister bewundert: Das Backen zu alter Zeit ohne modernen Maschinen war „Schweißarbeit”, und Ralph Mulder präsentierte das Brot- und Flaa-Backen wie vor 100 Jahren. Viele Besucher kommen eigens an den Backtagen, um das handgefertigte Selfkantbrot sowie Selfkantflaa zu erwerben.

Am Sonntag ist das Bauernmuseum wieder ab 13 Uhr geöffnet. Hier erfolgt eine Premiere, denn erstmals wird bei Führungen die neue Audioanlage eingesetzt und getestet. Auch diese Anlage wurde durch Zuschüsse (aus Fördermitteln Leaderverband „Der Selfkant”) gefördert.
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