Gekrönte Häupter freuen sich über Kreisorden

Von: Anna Petra Thomas
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Ein herrlich buntes Bild bot sich mit 26 Tollitäten auf der Bühne der Oberbrucher Festhalle beim ersten Närrischen Empfang des Kreises Heinsberg. Foto: Anna Petra Thomas
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Landrat Stephan Pusch (Mitte) präsentierte den ersten Karnevalsorden des Kreises mit den MdB Wilfried Oellers (rechts) und Norbert Spinrath. Er zeigt das Wappen des Kreises und den Selfkantdom. Foto: Anna Petra Thomas

Kreis Heinsberg. Er war ein Novum in der Geschichte des Kreises Heinsberg, der erste Närrische Empfang für die Tollitäten aus dem Kreisgebiet in der Festhalle in Oberbruch. Und sein Erfolg, immerhin 26 Tollitäten von ebenso vielen Gesellschaften erwiesen Landrat Stephan Pusch am Samstag die Ehre und dürften den Empfang schnell zu einer Tradition werden lassen.

„Ich freue mich, dass es auch hier im Kreis Heinsberg gelungen ist“, freute sich Reiner Spiertz, Präsident des Verbands der Karnevalsvereine Aachener Grenzlandkreise (VKAG), zu diesem ersten Empfang seiner Art begrüßen und ihn zugleich moderieren zu dürfen. Der große Zuspruch zeige, dass auch dieses Brauchtum im Kreisgebiet eine hervorragende Stellung genieße.

Die „Grande Dame“ des Mariechentanzes, Jenny Peggen von der KG Kemper Gröne, genoss es dann, in ihrem 26. Bühnenjahr das Programm tänzerisch eröffnen zu können. Mit hervorragenden Wettbewerbsergebnissen über viele Jahre habe sie ihre Heimatstadt und auch den Verband weit über seine Grenzen hinaus bekannt gemacht, lobte Spiertz.

Pusch grüßte in seiner gereimten Eröffnungsrede nicht nur die „gekrönten“ Häupter, sondern neben den beiden Bundestagsabgeordneten Wilfried Oellers (CDU) und Norbert Spinrath (SPD) auch zahlreiche weitere Politiker. Sein Dank ging an die Kreissparkasse für die Finanzierung des Empfangs, denn die Kassen des Kreises gäben das nicht her. „Liebe Kreissparkasse, danke sehr, gerne wieder und noch mehr“, erklärte er und heimste sich damit großen Applaus des edel gewandeten Publikums ein.

Arnd Schürmann, Direktor Unternehmensplanung und –steuerung der Kreissparkasse, nahm die aktuelle Zinspolitik aufs Korn. „Fürs Sparkassenbuch braucht Ihr Vergrößerungslinsen, so mickrig sind geworden die Zinsen“, reimte er oder: „Wenn Du brauchst Kredit für Dein Haus, kriegst Du den Zins bald sogar raus. Die Sparkasse wär dann zwar pleite, doch Ihr, liebe Narren, wärt sicher auf unserer Seite.“

Kreis und Kreissparkasse gemeinsam als Veranstalter dieses Empfangs, „das ist eine hervorragende Kombination“, befand auch Spiertz, hielt seine Präsidentenkette hoch und bemerkte, dass auch diese dem Verband schon vor mehr als 40 Jahren von der Kreissparkasse Heinsberg gestiftet worden sei. „Der Karneval in Heinsberg lebt nicht nur, er boomt!“, meinte er beim Blick auf das weitere Programm.

Der Übergang zu Ronny Esser, Musiker der „Trötemänn“ aus Hilfarth, fiel nicht schwer. Auch er begeisterte mit seinem ihm ganz eigenen, ruhig-trockenen Humor und nicht zuletzt auf seiner Weltreise mit seinen selbst gebastelten Musikinstrumenten. Heinsbergs Bürgermeister Wolfgang Dieder grüßte auch die Vertreter des Komitee Heinsberger Karneval. „Mit viel Spaß, so glaub ich auch, wird dieses Fest bald ein schöner Brauch“, schloss er seine ebenfalls gereimte, kurze Ansprache.

Einen Gardetanz hatte die KG Brööker Waaterratte mitgebracht. Danach eroberten Manfred Schaffrath und Uwe Hillers aus Wassenberg als „Die 2 Lausbuben“ die Bühne. Nach dem Wahltag fehlte die Erinnerung an die Wahlversprechen, sangen sie und hatten dabei natürlich alle jubelnden Tollitäten auf ihrer Seite.

Beim Imbiss mit Mett- und Käsebrötchen blieb die Stimmung gut und erreichte ihren Höhepunkt mit der Gesangsgruppe „Alpenkölsch“ aus Erkelenz. Sie trat ebenso ohne Honorar auf wie alle Akteure zuvor.

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