„Gegenüber“: Skulpturen und ­Büsten in Unterbruch

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Die Ausstellung trägt den Titel „Gegenüber“: Skulpturen und ­Büsten von Isolde Frepoli werden ab kommenden Sonntag beim Kunstverein Region Heinsberg in Unterbruch gezeigt.

Kreis Heinsberg. Beim Kunstverein Region Heinsberg steht am Sonntag, 30. April, um 11.30 Uhr eine Ausstellungseröffnung an: Unter dem Titel „Gegenüber“ werden Skulpturen und ­Büsten von Isolde Frepoli gezeigt. Die Ausstellung in Unterbruch (Horster Hof) läuft bis 21. Mai.

Sie ist sonntags von 11 bis 17 und samstags von 15 bis 18 Uhr geöffnet sowie nach Vereinbarung unter Telefon 02452/65598 oder per E-Mail an kunstverein@gmx.net.

Isolde Frepoli, geboren 1961 in Savona (Italien), wuchs in Rom auf und übersiedelte nach dem Abitur nach Deutschland. Sie studierte ab 1983 Bildhauerei an der Akademie der Bildenden Künste München und war zwischen 1987 und 1989 erst Meisterschülerin, dann Assistentin bei Professor Erich Koch. 2005 lehrte sie als an der Universität Bielefeld. Isolde Frepoli arbeitet seit 1990 als freischaffende Bildhauerin und lebt seit 1993 in Schlangen (Kreis Lippe).

Die Skulpturen und Büsten der Künstlerin bestechen laut Kunstverein durch ihre scheinbar ­naturalistische Wiedergabe der menschlichen Gestalt. Und doch seien sie kein Abbild einer bestimmten Person, noch seien sie durch eine besondere Gestik geprägt. In einer ruhigen Haltung seien Arme und Beine senkrecht mit dem Körper verbunden und der Blick sei geradeaus gerichtet, so gehe von ihnen eine entspannte Ruhe aus. Auch die Büsten seien streng en face gesetzt und ruhten auf einem Sockel, in unterschiedlichem Anschnitt, mal bis zum Ansatz der Schultern oder bis zur Taille ausgeformt.

Die Strenge, fast kühle Anmutung der Arbeiten werde durch die Farbigkeit der zarten Pastelltöne gebrochen. Porzellan gleich würden Gesicht und Korpus zerbrechlich erscheinen. Nur manchmal würden durch leuchtende Farbtöne der Haare und Kleidung kontrastierende Akzente gesetzt. Die aus Ton geformten Körper seien nicht nur durch das Material fragil, sondern auch durch das ihnen eigene Erscheinungsbild. Die Oberfläche weise kaum Spuren der Bearbeitung auf. Dadurch würden Ruhe und Konzentriertheit der Figuren noch unterstützt.

Die zarte Farbigkeit der Bemalung werde durch den Einsatz von Engoben, die aus Naturpigmenten bestehen, erzeugt. Dieses Material erfordere einen geübten Umgang, da die endgültigen Farben erst durch das Brennen sichtbar würden und eine spätere Korrektur nicht mehr möglich sei. Obwohl alle Dargestellten durch Strenge und Distanz geprägt seien, bewiesen sie eine große Liebe und Achtung der Künstlerin vor der Schöpfung der menschlichen Gestalt.

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