Gedrückte Stimmung: Mitgliederversammlung der Gewerkschaft der Polizei

Von: jwb
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Die Gewerkschaft der Polizei im Kreis Heinsberg ehrte im Rahmen ihrer Mitgliederversammlung im Hilfarther Haus ­Sodekamp-Dohmen langjährige Gewerkschaftsmitglieder. Foto: Bindels

Kreis Heinsberg. Die Stimmungslage bei der Mitgliederversammlung der Gewerkschaft der Polizei (GdP), Kreisgruppe Heinsberg, im Hilfarther Haus Sodekamp-Dohmen reichte von ernst bis besorgt. Anlass dafür waren die vielen Ereignisse der letzten Monate und Wochen mit zum Teil ungewöhnlich zu bewältigenden Lagesituationen.

Während seiner seit ­August laufenden Amtszeit als Vorsitzender der Kreisgruppe erlebte Harald Bosten schon besondere Anforderungen für sich und seine Kolleginnen und Kollegen.

Engagement und Erfahrung

In seinem Grußwort in Vertretung von Landrat Stephan Pusch formulierte Polizeidirektor Andreas Bollenbach die Auswirkungen der besonderen Lage nach Silvester für seine Behörde: „Für die Karnevalszeit werden wir dafür Sorge tragen, dass Ereignisse wie in Köln nicht passieren.“

Die Zeiten seien so, dass mit stärkerer Besetzung als gewöhnlich zu arbeiten sei. Das bedeute auch, dass für die Polizisten im Kreis Heinsberg der Dienst vorgehe. Er setze auf das Engagement und die Erfahrung seiner Mitarbeiter, um gut durch die belastenden Zeiten zu kommen, sagte Bollenbach.

Auch der stellvertretende Landesvorsitzende der GdP in Nordrhein-Westfalen, Michael Mertens, griff in seinem Gastvortrag Themen der besonderen Einsatzbelastungen auf. „Überall, wo die Politik versagt und es brennt, muss die Polizei löschen“, sagte er.

Die Mehreinsätze wie bei der Erstaufnahmebegleitung der Flüchtlinge durch die Polizei seien in NRW gut gelungen. Die Mehrbelastungen aber bei der noch zu leistenden ­Integration der Flüchtlinge seien nur mit einem Mehr an Personal zu bewältigen.

Auf der Tagesordnung standen bei dieser Versammlung unter dem Punkt Neuwahlen die Positionen des Vorsitzenden und eines Stellvertreters. Als Vorsitzender wurde Harald Bosten bestätigt, als Stellvertreter Jürgen Seidler.

Zuvor hatte Bosten in seinem Geschäftsbericht auf besondere Ereignisse des vergangenen Jahres hingewiesen. Auch für den Kreis Heinsberg gebe es mit den Notunterkünften für Flüchtlinge alle polizeilichen Aufgaben zu erfüllen, was zur deutlichen Mehrbelastung insbesondere des Wach- und Wechseldienstes geführt habe.

Im Zusammenhang mit der Aktion „Ende Gelände“ im Braunkohletagebau Garzweiler II sei durch die umsichtige Einsatzbewältigung der Polizei vor Ort eine Eskalation verhindert worden. Die darauf erfolgte negative Presse hätten die Beamten nicht verdient gehabt, da es sich nicht um „Otto-Normal-Bürger“, sondern um zum Teil gewaltbereite Demonstranten gehandelt habe, so Bosten.

Langjährige Mitgliedschaft

Im Anschluss an die Wahl standen die Jubilare im Vordergrund. Für 65 Jahre Mitgliedschaft wurden Josef Lennarzt, Agnes Opitz und Agnes Vonderbank geehrt. Für 60 Jahre wurde Heinz Corbet ausgezeichnet. Josefine Baake-Schneiders, Käthe Debuch, Marianne Hagedorn, Lothar Prott, Karl Wiefels und Hans Paulus sind seit 50 Jahren Mitglieder der GdP. Die 40-jährige Mitgliedschaft verzeichnen Arnold Heinen, Theo Kiwitt, Gottfried Laumen, Arno Tünte, Wolfgang Ulbrich, Jörg Kensy und Jochen Lamer. Seit 25 Jahren sind Markus Beumers, Günter Jans, Marco Jürgens, Norbert Keimes, Ralf Koch und Hans-Josef Venrath dabei.

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