„Gebirge” als Bedrohung von Heinsberg

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Diese Abbildung trägt den Titel „Artillerie à Cheval, 1804-1815” und zeigt die berittene französische Artillerie.

Heinsberg. Auf den ersten Blick lädt der Titel des Buches nicht unbedingt zur Lektüre ein: „Reise im Jahre 1813 und 1814 durch das Land zwischen Maas und Rhein” von Jean Charles Francois le Baron de Ladoucette. Birgit Gerlach aus Mönchengladbach hat sich die Mühe gemacht, dieses Buch als deutsche Erstausgabe zu veröffentlichen.

Bislang lag der Text nur in französischer Sprache vor. Doch beim Blättern durch das 431-seitige Werk wächst das Interesse; zum einem am Autor, zum anderen am Inhalt. Jean Charles Francois Ladoucette war Präfekt des Departements Rur in Aachen zur Zeit der französischen Verwaltung.

Gerlach betont die Bedeutung von Ladoucette, der als Präfekt mit Sitz in Paris und Aachen während der Jahre 1813 und 1814 sämtliche Orte des Departements bereiste und seine Eindrücke in 32 Briefen niederschrieb. Nichts zu kurz kommen die Passagen über die Reisen durch das Erkelenzer und das Heinsberger Land. So heißt es unter anderem über den „Kanton Erkelenz”: „Der einzige historische Ort dieses Kantons ist Erkelenz, die Stadt der Ubier, die die Römer Herculameum oder Erkelium nannte.” Gewürzt wird seine Beschreibung von Erkelenz und der Namensgeberin Erka mit der Schilderung eine Begegnung mit einem Steuereinnehmer.

Völlig beeindruckt scheint Ladoucette vom Burgberg und dem Selfkant-Dom in Heinsberg: „Ein hoch aufragendes Gebirge scheint die Stadt Heinsberg zu bedrohen... In einer sehr schönen Kirche, überragt von einem kolossalen Glockenturm, ruhen die Grafen, welche auf Marmortafeln abgebildet sind.”

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