Garzweiler II: Katholikenrat pro Menschenkette

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Kreis Heinsberg. Der Katholikenrat der Region Heinsberg unterstützt die am Samstag, 25. April, geplante Menschenkette am Braunkohle­tagebau Garzweiler II.

An diesem Tag soll ab 13 Uhr zwischen Erkelenz-Keyenberg und dem Aussichtspunkt Skywalk bei Alt-Pesch dem „Klimakiller Kohlekraftwerke“ gemeinsam die rote Linie aufgezeigt werden. „Genau zum richtigen Zeitpunkt“, findet der Katholikenrat, denn in Berlin werde in den nächsten Monaten um den Einstieg in den Kohleausstieg gerungen. Die Kohlelobby setze alle Hebel in Bewegung, um ihr Geschäftsmodell zu schützen.

„Andererseits zeigen die aktuellen Finanzdaten von RWE, dass der weitere Abbau von Braunkohle im Tagebau Garzweiler II und deren Verstromung in den Kohlekraftwerken von Frimmersdorf unrentabel ist. Deshalb können wir davon ausgehen, dass vor allem die Aktionäre von RWE sich gegen den weiteren Abbau wenden. Wir fordern daher: An der ­Autobahn A 61 ist Schluss. Die weiteren Orte Keyenberg, Kuckum und Holzweiler dürfen nicht mehr abgebaggert werden. Diese Grenzlinie wäre auch wirtschaftlich sinnvoll“, erklärte Lutz Braunöhler, Vorsitzender des Katholiken­rates. Schon die Dialogwanderung mit dem Aachener Weihbischof Johannes Bündgens im September 2013 sei bewusst so platziert worden, „dass allen deutlich wird: Über Garzweiler II muss noch einmal intensiv nachgedacht werden mit dem Ziel, den weiteren Abbau doch noch zu stoppen. Und jetzt kommt uns die wirtschaftliche Situation um RWE zu Hilfe.“

Mit der Menschenkette solle nun gezeigt werden: „Bis hierhin und nicht weiter! Und wir bilden eine acht Kilometer lange Linie dort, wo die Kohlebagger stoppen müssen, wenn wir die Klimaziele noch erreichen wollen.“ Acht Kilometer Anti-Kohle-Kette: Das werde nur gelingen, wenn sehr viele Menschen sich jetzt mobilisieren lassen würden. Daher fordert der Katholikenrat die Christen in der Region auf: „Steigen Sie mit ein und kommen Sie am 25. April nach Keyenberg!“

Dass jetzt so intensiv über den Einstieg in den Kohleausstieg diskutiert werde, sei durch die bisherigen Aktionen zum Klimaschutz erreicht worden, so der Katholikenrat weiter. Die Bundesregierung habe im Dezember 2014 ein ambitioniertes Aktionsprogramm zum Klimaschutz „Es könnte bewirken, dass bereits bis 2020 die schlimmsten Dreckschleudern vom Netz gehen.“ Doch dazwischen stehe die Kohle-Lobby. Der Gesetzentwurf werde derzeit in den beteiligten Ministerien konzipiert – und RWE, Vattenfall und der Bundesverband der Deutschen Industrie würden hinter den Kulissen alles in die Schlacht werfen, um den Abschaltplan zu schwächen. „Deshalb braucht es jetzt öffentliche Unterstützung für den Kohleausstieg – ohne Kompromisse zu Gunsten der Stromwirtschaft“, so der Katholikenrat. „Dafür sorgen wir am 25. April: Kommen Sie zur Menschenkette am Tagebau Garzweiler!“ 

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