Gangelter Musiknacht: Fünf Bands und heimische Braukunst

Von: red
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Feiern unter freiem Himmel mit freiem Eintritt bei gleich fünf Bands sorgte bei der inzwischen sechsten Gangelter Musiknacht für viel Besuch. Zum Auftakt spielte die Combo „Atlantic“ auf. Foto: red
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Die Jungs mit dem „Gängelter Bejer“, Heiko Wolter, Achim Tholen, Jörg Nöhte und Sener Celebi (v.l.), stellten mit der hellen Variante ihr neuestes Craft-Bier vor.

Gangelt. Einer braucht bei der inzwischen sechsten Gangelter Musiknacht nicht viele Worte, um sich über das Ereignis zu freuen. Rudi Rheimann heißt er, ist der Kopf des gut 50-köpfigen Teams aus Freiwilligen aus der Gemeinde, die sich Jahr um Jahr darum kümmern, dass es am letzten Samstag in den Sommerferien zwischen Kahnweiher und Freibad etwas zu feiern gibt.

„Und zwar open air und bei freiem Eintritt“, beschreibt Rheimann sein Credo gerne. Denn die doppelte Freiheit hat – die Unvorhersehbarkeit des Wetters mal außen vor gelassen – viele Vorzüge: Feiern an der frischen Luft hebt bekanntlich die Stimmung, und wer keinen Eintritt zahlt, der kann mehr in die leiblichen Genüsse investieren.

Und da der Reinerlös aus der Benefizveranstaltung immer an eine gemeinnützige Aktion aus dem Ort geht, geschah das auch. Da gibt es zwar noch den kleinen Haken, dass man für so viel Freigiebigkeit noch Sponsoren und freiwillige Mitmacher braucht. Aber das hat Rheimann schon vor Jahren mit der Raiffeisenbank Heinsberg und der NEW west eingetütet, zumal die Gemeinde Gangelt ebenfalls viele Arbeitskräfte zur Verfügung stellt. Und die Freiwilligen kommen ohnehin jedes Jahr wieder gerne, um mit den geschätzten 2000 Gästen am Samstagabend mitzufeiern.

Westlichster Zipfel

Vier von ihnen – Heiko Wolter, Achim Tholen, Jörg Nöhte und Sener Celebi – hatten dabei gemeinsam mit weiteren Gleichgesinnten noch etwas Weiteres im Sinn: ihr „Gängelter Bejer“ nämlich. Das Bier, gebraut nach alter Tradition, wie die jungen Männer versichern, sorgte schon im letzten Jahr für reißenden Absatz und Genuss. „Dieses Jahr haben wir mit der hellen Variante noch was Neues dabei“, sagt Heiko Wolter. „Es riecht ein bisschen nach Banane, das liegt am Hopfen“, wirft Sener Celebi ganz fachmännisch ein. Und tatsächlich ließen sich viele Gäste neben der bekannteren dunklen Craftbier-Spezialität aus dem westlichsten Zipfel Deutschlands auch die hellere Variante schmecken.

Für Feinschmecker wurde natürlich auch jede Menge Ohrenschmaus geboten: fünf Bands an einem Abend, da dürfte für so ziemlich jeden Fan radiotauglicher Musik etwas dabei gewesen sein. Beim Auftakt war gleich auch der strahlend lächelnde Rudi Rheimann zu sehen: mit der Band „Atlantic“, bei der er das Keyboard bedienen und singen durfte. Die Freude bei den Gästen war ebenfalls ungebrochen, sie feierten auch bei den weiteren Acts wie „Zero Gravitation“, den „Promotion Men“ und „Straight ahead“ tüchtig mit.

Wem das noch nicht reichte, der durfte seinen Beifall und das Mitsingen für den Abschlussact mit den bekannten „Cramp“ aufsparen: Es wurde generationenübergreifend und mit viel Schwung getanzt, dabei wurde immer darauf geachtet, nicht von der eigens vor der Bühne eingerichteten Feier- und Tanzfläche in den Kahnweiher zu fallen. Das gelang auch einem, der sich wie immer gerne als bunter Paradiesvogel der Gangelter Veranstaltungswelt zeigte: Ex-Bürgermeisterkandidat und Unikat Hein Gottfried Fischer.

Wie immer dabei hatte der 72-Jährige seinen Regenschirm, der alle Farben des Regenbogens trägt und den er gekonnt mit tanzendem Schritt zwischen den Fingern wirbeln lässt wie einen Kreisel. Denn auch so konnte es funktionieren, bei der Gangelter Musiknacht unter freiem Himmel einfach nur glücklich zu sein.

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