Gangelt und Sohland: Gemeinden feiern 25-jährige Partnerschaft

Von: agsb
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Bei der Feier in Gangelt-Birgden: Schulkinder enthüllten mit der Schulleiterin Claudia Storms-Übachs auf dem Großen Pley den Jubiläumsstein zum 25-jährigen Bestehen der Partnerschaft mit Sohland. Foto: agsb
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Eintragung in die goldenen Bücher: Heinrich Aretz, Matthias Pilz, Bernhard Tholen und Hagen Israel (v. l.). Foto: agsb
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Markus Harig und Peter Brüser (l.) hatten die Partnerschaft verwaltungstechnisch auf den Weg gebracht. Foto: agsb

Gangelt-Birgden. Das Bürgerhaus Birgden wurde seinem Namen mehr als gerecht. Die Gemeinde Gangelt und die Gemeinde Sohland an der Spree feierten zusammen mit vielen Gästen ein doppeltes „25-Jähriges“.

Seit 25 Jahren gibt es bekanntlich die deutsche Einheit. Und vor 25 Jahren wurde die Partnerschaft mit der Gemeinde aus Ostdeutschland ins Leben gerufen, die schließlich im März 1991 im Rahmen eines Festaktes in Sohland offiziell besiegelt wurde.

Die Liste der Ehrengäste war lang bei der Feier in Birgden. „Wenn Heinrich Aretz ruft, dann kommen alle“, freute sich lachend der Schirmherr, Bernhard Tholen, Bürgermeister der Gemeinde Gangelt. Heinrich Aretz war vor 25 Jahren als Bürgermeister zusammen mit Peter Brüser und Markus Harig ein Vorreiter der Partnerschaft und brachte diese auf den Weg. Die Gründungsväter waren auf Seiten von Sohland Peter Brüser, damaliger Gemeindedirektor, und Markus Harig, damaliger Bürgermeister der Gemeinde an der Spree und jetziger Landrat vom Kreis Bautzen.

Heinrich Aretz verwies stolz auf die vielen Glückwunschschreiben, auch von Bundeskanzlerin Angela Merkel und Alt-Kanzler Helmut Kohl sowie weiteren führenden Politikern.

In seiner Festansprache sagte Gangelts Bürgermeister Bernhard Tholen, der Zauber dieser Partnerschaft habe gleich etwas Großes entfacht. Die Gemeindeverwaltungen von Gangelt und Sohland fanden sehr schnell zueinander, zumal auch die Zeit im Osten drängte.

„Verwaltungsarbeiten waren völliges Neuland, es gab es keine klassische Verwaltungsausbildung damals bei uns. So waren wir schnellstens bemüht, einen Partner zu finden, der eine ähnliche Situation hatte wie wir mit ländlichem Raum und Grenznähe“, blickte Markus Harig zurück und sprach von einem echten Glückgriff für seine damalige Gemeinde. So konnten Mitarbeiter aus Sohland vor Ort in Gangelt den westdeutschen Verwaltungsapparat kennenlernen. „Wir haben viele Mitarbeiter nach Gangelt geschickt, das war sehr wertvoll.“

Matthias Pilz war viele Jahre nach Markus Harig bis vor Kurzem Bürgermeister in Sohland und stellte die Freundschaft insbesondere auch zwischen Sohland und Birgden heraus. „Unser Dank geht besonders an Heinrich Aretz und seiner Gattin Anna. Beide haben Jugendlichen aus Sohland die Chance geebnet, hier eine Ausbildung zu machen. Es ist eine sehr aktive Partnerschaft, unvergessen die vielen Besuche auf beiden Seiten“, so Pilz. „Wenn wir in Sohland verkünden, wir fahren nach Birgden oder Birgden kommt zu uns, dann ist hier was los, dann sind alle in heller Aufregung“, berichtete Pilz.

Vor vielen Jahren wurde Heinrich Aretz sogar zum Ehrenbürger von Sohland ernannt. „Ihr habt das neue Sohland geprägt, habt auch beim Aufbau der Vereinswelt geholfen“, fand Pilz lobende Worte. „Für uns war alles völliges Neuland, wir starteten an sich in eine ungewisse Zukunft, aber wir hatten ja die Gemeinde Gangelt und ganz besonders Heinrich Aretz“, dankte Matthias Pilz wie auch sein Nachfolger Hagen ­Israel für diese Partnerschaft, die nicht nur auf Papier steht. Sie wurde auch mit Leben gefüllt.

Matthias Pilz entdeckte bei ­einer Führung mit Josef Klasen aus Langbroich am westlichsten Punkt unverhofft eine weitere, ihm nicht bekannte Gemeinsamkeit zwischen den beiden Gemeinden. „Wir bewegen uns beide auf dem 51. Breitengrad.“

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