Gangelt/Selfkant - Gangelt-Selfkant: Gemeinden müssen mehr zahlen

Gangelt-Selfkant: Gemeinden müssen mehr zahlen

Von: Markus Bienwald
Letzte Aktualisierung:
11529580.jpg
Brandschutzmaßnahmen, die Beleuchtung der Klassen, aber auch die personelle Ausstattung der Gesamtschule in Gangelt sorgen für gestiegene Kosten für die Zweckverbandsmitglieder. Foto: Markus Bienwald

Gangelt/Selfkant. Auf eine gestiegene Umlage müssen sich die Gemeinden Gangelt und Selfkant bei den Kosten für den Real-, Gesamt- und Hauptschulzweckverband Gangelt-Selfkant einstellen. Vorgestellt wurde die Umlage nun in den Haushaltsberatungen des Zweckverbandes bei seiner Sitzung im Gangelter Rathaus.

Betrug die Umlage für 2015 für die Gangelter noch 1,119 Millionen Euro, sind es 2016 über 124.000 Euro mehr, für den Selfkant gibt es bei 1,016 Millionen Euro in 2015 ein Kostenplus von fast 127.000 Euro.

Die Unterschiede ergeben sich dabei nicht aus den fixen Aufwendungen, die von den Verbandsmitgliedern je zur Hälfte getragen werden, sondern durch die Schülerzahlen.

„Hier stellen wir fest, dass sich die Schülerzahl in Richtung Pari-Pari entwickelt“, so Gangelts Kämmerer Gerd Dahlmanns bei seinen Erläuterungen. Aktuell steige aber die Zahl von vormals 41 Prozent Schüleranteil auf nunmehr 45 Prozent, was die Steigerung für den Selfkant erkläre.

Gleichzeitig stellte er auch einen allgemein gestiegenen Geldbedarf der Schule fest. Zur Minderung der Verbandsumlage und zur Entlastung der Gemeindekassen wurde die Entnahme von jeweils 75.000 Euro für die Jahre 2016, 17 und 18 festgesetzt, dann ist die Rücklage voraussichtlich erschöpft.

Die Gründe für den erhöhten Finanzbedarf sind der weitere Aufbau der Gesamtschule, die Einstellung eines Schulsozialarbeiters für die Gesamtschule, die insgesamt gestiegenen Unterhaltungs- und Instandhaltungsaufwendungen, und mehr Investitionen. Hier fällt vor allem der bauliche Brandschutz ins Gewicht.

Beispiele für Ausgabenpunkte sind die Kosten für das Realschulgebäude von 85.000 Euro für WC-Anlagen, Turnhalle und Klassenbeleuchtung oder das Mittelstufengebäude der Gangelter Gesamtschule mit 140.000 Euro für Beleuchtung der Klassen, Brandschutzmaßnahmen in Turnhalle, Physikraum und Mensa.

„In Gangelt wird ein bisschen mehr als im Selfkant investiert, weil in der Mensa teilweise technisches Equipment gemietet wird“, erläuterte Dahlmanns.

Ebenso einstimmig wie den Haushalt, verabschiedeten die Verbandsmitglieder auch die Vereinbarung über die Regelung der Schülerfahrtkosten.

Damit folgten sie der Anregung von Landrat Stephan Pusch, der vorgeschlagen hatte, bei besonderen Schulangeboten eine freiwillige Vereinbarung zur Übernahme der Fahrtkosten durch die Wohnortkommune anzustreben.

Für Förderschulen, integrative Schulangebote oder auch Förderklassen, nicht aber für Regelschulen wie Gymnasien, Haupt-, Real-, Gesamt oder Sekundarschulen, gilt damit das „Wohnortprinzip“, bei dem die Wohnortkommune die Schülerbeförderung zahlt. „Ursache dafür ist die Stadt Übach-Palenberg, die sich seinerzeit geweigert hat, die Schülerfahrtkosten zu übernehmen“, erläuterte Verbandsvorsitzender Herbert Corsten.

Auf den Zweckverband würden über diese Regelung keine Kosten zukommen, erläuterte Gerd Dahlmanns, denn jede Kommune zahle schließlich die Beförderungskosten für die Fahrten zum Schulort.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert