Gästeführerinnen sind „Botschafter des Kreises“

Von: anna
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Auch Landrat Stephan Pusch und Patricia Thiel vom Heinsberger Tourist-Service (rechts) gratulierten dem ­Verein Westblicke zum zehnjährigen Bestehen. Foto: Anna Petra Thomas

Kreis Heinsberg. Warum hat das kleine Dorf Horst eine so große Kirche? Warum wachsen in Wassenberg Bäume aus Japan? Auf diese und ganz viele andere Fragen wissen die Frauen vom Verein Westblicke ganz schnell eine Antwort, denn sie sind für diese Region ausgebildete Gästeführerinnen.

Das zehnjährige Bestehen ihres Vereins haben sie zum Anlass genommen, Rückblick zu halten auf das bisher Erreichte.

Im Café zur Linde in Heinsberg-Horst trafen sie sich dazu mit einigen treuen Wegbegleitern, zu denen auch Landrat Stephan Pusch und Patricia Thiel, die Geschäftsführerin vom Heinsberger Tourist-Service, gehörten. Die Begrüßung übernahmen mit Berti Davids-Heinrichs, Kuni Bürsgens und Therese Wasch drei der aktuell acht aktiven Gästeführerinnen im Verein.

Kleines Jubiläum

Den Anfang machte Berti Davids-Heinrichs, die allen Gästen des „kleinen Jubiläums“ ein „gesundes, innovatives und friedvolles Jahr 2016“ wünschte. Sie beleuchtete die Historie des Vereins. Vor elf Jahren habe der Kreis in Zusammenarbeit mit der Anton-Heinen-Volkshochschule (VHS) und dem Heinsberger Tourist-Service (HTS) die Grundausbildung nach den Richtlinien vom Bundesverband der Gästeführer in Deutschland (BVGD) ins Leben gerufen. Ein Fördertopf mit dem Titel „Starke Frauen braucht die Region“ habe dafür den Weg geebnet.

Die Grundausbildung umfasste 130 Unterrichtsstunden und wurde von Judith Jessen geleitet. Geschichtlich habe allen Teilnehmerinnen Dr. Mechtild Isenmann in zahlreichen Stunden die Weltgeschichte nähergebracht. „Hoch interessiert haben wir ihren Vorträgen gelauscht“, erklärte Berti David-Heinrichs. Richard Jochims von der VHS habe sie alle zudem in die regionale Geschichte Einblick nehmen lassen. Wichtige Informationen zur Besteuerung im Vereinswesen und zur freiberuflichen Arbeit als Gästeführerinnen habe ihnen schließlich Steuerberater Bernd Krückel vermittelt. „Sie alle haben uns damals das nötige Grundgerüst vermittelt“, schloss Berti David-Heinrichs.

Nach der Abschlussprüfung folgte 2006 die Gründung des Vereins Westblicke mit 14 aktiven Gästeführerinnen, wie Kuni Bürsgens weiter berichtete. Im ersten Jahr seien 21 verschiedene Führungen in insgesamt 166 Veranstaltungen und mit fast 3000 Gästen gezählt worden. Zugleich hätten Fortbildungen auf dem Programm gestanden, um Zusatzqualifikationen nach den Richtlinien des BVGD zu erlangen. „Mit Stolz schauen wir heute auf insgesamt 2000 Führungen zurück, wobei wir circa 35.000 Gästen unsere Freizeit-­Region immer von ihrer schönsten Seite zeigen durften“, so Kuni Bürsgens. „Neugierig blicken wir in die Zukunft und freuen uns auf viel Neues für uns und unsere Gäste.“

Therese Wasch würdigte die gute Kooperation des Vereins mit ganz unterschiedlichen Partnern, etwa den Kulturämtern der Stadt. Fördermitgliedern und Sponsoren sei es zu verdanken, dass der Flyer mit dem Programm für 2016 in einer Auflage von 12.000 Stück habe gedruckt werden können.

Training als Geschenk

Erster im Reigen der Gratulanten war Landrat Stephan Pusch, der zugleich Vorsitzender des HTS ist. Die Gästeführerinnen von Westblicke seinen das „lebendige Geschichtsbewusstsein“ in der Region, weil sie den Menschen historische und regionale Besonderheiten näherbringen würden. Damit seien sie „Botschafter des Kreises Heinsberg“. Patricia Thiel hatte ein ganz besonderes Geschenk ausgesucht: ein Kommunikationstraining für alle aktiven Gästeführerinnen des Vereins.

Bevor der Abend in den gemütlichen Teil überging, gab es eine Überraschung: Brigitte Geradts-Wimmers hatte zusammen mit ihrem Mann Jürgen Wimmers eine 30-minütige Präsentation mit Fotos und Videos aus den vergangenen zehn Jahren zusammengestellt, die eindrucksvoll die Aktivitäten des Vereins und der Gästeführerinnen vermittelte.

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