Gäste haben viel Spaß beim Hoffest der Naturschützer

Von: hewi
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Auch die Esel freuten sich üb
Auch die Esel freuten sich über die Besucher: In der Nabu-Naturschutzstation Haus Wildenrath fand am Sonntag das Hoffest statt. Foto: Koenigs

Wegberg-Wildenrath. Beim 13. Naturparktag ist auch die Nabu-Naturschutzstation Haus Wildenrath wieder einmal mit von der Partie gewesen. Dort fand am Sonntag ein Hoffest statt.

Die Besucher erwartete ein vielseitiges Programm, bei dem neben der Information zu Umweltthemen auch Spiel und Spaß sowie die Gaumenfreuden nicht zu kurz kamen.

Für die Kinder waren Eselreiten, Bogenbau und Bogenschießen oder auch eine Waldrallye angesagt. An einem Teich konnten die Kinder lernen, wie sie mit einem Netz die teilweise mikroskopisch kleinen Teichbewohner richtig keschern, um sie aus der Nähe betrachten zu können. Darüber hinaus wurden Kunsthandwerk und handwerkliche Produkte ausgestellt.

Das angebotene Obst stammte aus dem eigenen Rheinischen Obstgarten. Auch der derzeit sehr begehrte Wassenberger Sämling, eine heimische Pfirsichart, wurde angeboten. Den Obstsortengarten bezeichnete die Vorsitzende der Nabu-Station, Carla Glashagen, als eines der schönsten Projekte. „Wir wollen eine große Auswahl an Obstsorten erhalten, die man so in keinem Supermarkt findet”, erklärte sie. „Deshalb wollen wir möglichst viele der traditionellen Obstsorten in der Region wieder ansiedeln.” Das Obst kann und sollte auch zu Konfitüren oder Säften verarbeitet werden.

Bei den Bemühungen, das heimische Obst auch in die kulinarischen Tourismus-Routen einzubeziehen, werde der Nabu auch von der kommunalen Politik unterstützt. „Man hat erkannt, dass die Natur und die für diese Region typischen Produkte auch touristisch genutzt werden können”, so Glashagen. Daher werde die Netzwerkbildung in der Region und auch über die Grenze hinweg auch aktiv betrieben, erklärte sie.

Anita-Therese Wagener lockte mit ihrem Papiertheater „Lass mal sehen” die Kinder an und entführte sie in Fantasiewelten. Unter der fachkundigen Leitung von Christian Silberhorn konnten die Besucher auch das Gelände rund um Haus Wildenrath erkunden: Und sie konnten sich über die verschiedenen Projekte vom Nabu informieren.

Bei allem Spaß fehlte auch die ernsthafte Botschaft nicht. Die Initiative für eine gentechnikfreie Region präsentierte einen informativen Film zum Thema Gentechnik. Zu erkunden gab es auf dem Gelände rund um Haus Wil­denrath eine Menge. Zum Beispiel die Insektenburg, die von Weitem wirklich einer Burg ähnelt: mit zwei hohen Türmen, in deren Mitte sich ein Haus befindet, in dem die Insekten leben.

Das „Haus” ist ein Gerüst in Fachwerkbauweise, in dessen Kassetten Lehm und Holz den Insekten Unterschlupf bieten. Die Bewohner sind neben Käfern vor allem Bienenarten, die in Europa immer seltener werden. Der Mangel an Wildbienen mache sich in der Natur schon bemerkbar, so war zu erfahren. Denn mit der sinkenden Zahl der Bienen sei auch die Zahl der Blütenpflanzen nicht nur in hiesigen Breitengraden rückläufig.

Das Hoffest werde gut angenommen, erklärte Anne Helpenstein. Auch Peter Niehoff, der den selbstgebauten Lehmofen bediente, zeigte sich zufrieden: „Schon am Vormittag hatten wir viele Besucher, darunter auch viele Familien mit Kindern.” Gerade die Kinder könnten durch interessante Mitmachangebote für das Thema Natur sensibilisiert werden.

Naturparkzentrum auch eine Anlaufstation

Das Naturparkzentrum im List-Zentrum auf dem ehemaligen Flugplatzgelände in Wildenrath war auch eine Anlaufstation am Naturparktag. Dort war die Bionik-Ausstellung für die Besucher geöffnet.

Auf dem Programm standen Vorträge (über Bauerngärten und über die Meinweg-Region) sowie eine Bionik-Exkursion zur Natur als Baumeister.

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