Heinsberg-Oberbruch - Fußgängerüberweg an der Boos-Fremery-Straße „nicht nötig”

Fußgängerüberweg an der Boos-Fremery-Straße „nicht nötig”

Von: her
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Einen Fußgängerüberweg an der Boos-Fremery-Straße in Heinsberg-Oberbruch im Bereich Raiffeisenbank/Kreuz-Apotheke wird es nun doch nicht geben. Foto: Rainer Herwartz

Heinsberg-Oberbruch. Einen Fußgängerüberweg an der Boos-Fremery-Straße in Heinsberg-Oberbruch im Bereich Raiffeisenbank/Kreuz-Apotheke wird es nun doch nicht geben.

Die SPD, die sich unlängst für dessen Einrichtung per Antrag im Stadtrat stark gemacht hatte, zog diesen jetzt wieder zurück.

Nach dem Willen der Sozialdemokraten sollte die Verwaltung beauftragt werden, einen Fußgängerüberweg zur Sicherung der Straßenquerung in Oberbruch einzurichten und die notwendigen Straßenverkehrszeichen zu installieren. Die hierfür erforderlichen Finanzmittel seien zu ermitteln und im Haushaltsplan für das Jahr 2010 bereit zu stellen.

Mit Schreiben vom 22. Dezember 2008 hatte die Verwaltung durch den Ersten Beigeordneten Wolfgang Dieder allerdings bereits mitgeteilt, dass sie eine Einrichtung eines Fußgängerüberwegs auf der Boos-Fremery-Straße nicht für notwendig erachte. Die SPD-Fraktion blieb aber zunächst anderer Auffassung, im Hinblick auf die Gefährdungssituation.

Erst der Hinweis von Bürgermeister Josef Offergeld auf eine entsprechende Stellungnahme der Kreispolizeibehörde vom 19. Mai sollte dies ändern. Danach ist die gewünschte Maßnahme aus Sicht der Verkehrsunfallprävention nicht erforderlich. Der betreffende Bereich sei hinsichtlich auftretender Verkehrsunfälle mit Fußgängern absolut unauffällig. Auch sei die Akzeptanz eines Fußgängerüberweges an dieser Stelle eher unwahrscheinlich. Fußgänger würden die Straße erfahrungsgemäß direkt in Höhe der Zielorte (Geschäfte, abgestellte Fahrzeuge) queren.

Die Einrichtung eines Fußgängerüberweges könne auch aus grundsätzlichen Erwägungen nicht gänzlich vorbehaltlos empfohlen werden. Die Schutzwirkung werde meist falsch eingeschätzt, da Kinder sich in trügerischer Sicherheit wägen. Aufgrund der Stellungnahme der Kreispolizeibehörde nahm die SPD-Fraktion den Antrag zurück.
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