Wassenberg-Myhl - Fusion der Kirchengemeinden: Trauerflor zur Kirmes?

Fusion der Kirchengemeinden: Trauerflor zur Kirmes?

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Wassenberg-Myhl. „Wir werden die anstehende Fusion der sieben Wassenberger Kirchengemeinden und die Versetzung der beiden Wassenberger Pfarrer nicht tatenlos hinnehmen”: So lautete in kurzen Worten beschrieben das Ergebnis der Pfarrversammlung in der Myhler Pfarrkirche St. Johann Baptist.

Die kirchengemeindlichen Gremien hatten alle Gemeindemitglieder sowie interessierte Bürgerinnen und Bürger zu dieser Pfarrversammlung eingeladen.

Pfarrer Portz erläuterte zunächst die bischöfliche Entscheidung, alle sieben Pfarren im Bereich Wassenberg zu fusionieren und die jetzigen Priester abzuberufen. Mit einem eindeutigen Bekenntnis zu ihrem Priester und der Eigenständigkeit der Kirchengemeinde Myhl wurde Pfarrer Portz anschließend zur Abendmesse nach Orsbeck verabschiedet. Anschließend übernahmen Vertreter des Myhler Kirchenvorstandes die weitere Moderation der Pfarrversammlung.

In einer sachlich geführten Diskussion wurde festgestellt, dass die bischöfliche Entscheidung die Gemeinde hart getroffen hat. Mit einem Federstrich würden so Pfarreien, die über Jahre oder sogar Jahrhunderte gewachsen sind, für aufgelöst erklärt.

Dass dies nicht nur Auswirkungen auf das kirchliche Leben, sondern auch auf die vielen Vereine im Ort haben werde, wurde schnell deutlich. Dass man dieses Vorgehen aber nicht tatenlos hinnehmen werde, war die einhellige Meinung unter den anwesenden Gläubigen.

In den örtlichen Gremien würden mögliche Aktionen schon im Vorfeld überlegt. So werden Unterschriften zum Verbleib von Pfarrer Portz in Wassenberg und den Erhalt der jetzigen Kirchengemeinden gesammelt. Auch eine Fahrt nach Aachen, um dem Bischof diese Unterschriften persönlich zu überreichen, wurde mit Applaus der Versammlung begrüßt.

Weiter denken die Pfarrangehörigen über ein Trauerflor zur Kirmes und ein vernageltes Pfarrportal nach. Diese Aktionen sollen den Verlust der Eigenständigkeit und den möglichen Verfall der dörflichen Kirche weithin sichtbar machen. Motiviert in der Sache für die Kirche vor Ort einzutreten, verließen die nicht nur aus Myhl stammenden Teilnehmer das Gotteshaus.
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