Für guten Zweck wird der Selfkant „blutrot”

Von: hewi
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Ziel erreicht: Mit seinen Mitstreitern übergab Kurt Lehmkuhl an die Vertreter des Hospizes in Erkelenz im Beisein der VHS-Spitze und des Vertreters der Kreissparkasse, Wolfgang Kurth, den 10.000-Euro-Scheck. Foto: Koenigs

Kreis Heinberg. Ein deutschlandweit einzigartiges Projekt der Anton-Heinen-Volkshochschule des Kreises Heinsberg kam mit einer Spendenübergabe an das Erkelenzer Hospiz zu seinem gebührendem Ende. Initiiert und geleitet wurde es von dem aus Erkelenz stammenden Redakteur und Krimiautor Kurt Lehmkuhl.

Seine Idee war so einzigartig wie simpel: Ein VHS-Schreibseminar für Krimikurzgeschichten, dessen Ergebnisse in Buchform veröffentlicht und dessen Einnahmen dem Erkelenzer Hospiz gespendet wurden.

Außerdem waren die Autoren angehalten, selbst an die Öffentlichkeit zu treten und ihre Werke vorzulesen. Der Band mit 20 Erzählungen wurde im Oktober 2009 in einer Auflage von 1000 Stück veröffentlicht.

Der Erlös von 10.000 Euro konnte konnte in Form eines Schecks an die Leiterin des Hospizes, Ulrike Clahsen, überreicht werden. Dies war nur möglich, weil alle zwölf Autoren, der Herausgeber sowie der hkl-Verlag auf ihr Honorar und sonstige Erlöse verzichteten. Der Verlag wurde eigens zum Zweck der Vermarktung des Buches von Hans Krupp aus Übach-Palenberg gegründet. „Wir hatten ein Ziel, das uns zuerst keiner abgenommen hat: 10.000 Euro für das Erkelenzer Hospiz zusammenzubekommen”, sagte Lehmkuhl

Die Autoren beteiligten sich aktiv an der Vermarktung des Buches. Insgesamt 40 Lesungen organisierten sie kreisweit, um ihr Werk unter das lesende Volk zu bringen. Und das mit Erfolg, denn bereits wenige Wochen später musste die zweite Auflage von 500 Stück in Auftrag gegeben werden. Die Nachfrage nach den kriminellen Geschichten aus dem Kreis war und ist sehr groß. „Mein Dank gilt den Autoren, die ihr Talent in den Dienst der guten Sache gestellt haben”, betonte Lehmkuhl bei der Scheckübergabe. „Das Buch repräsentiert den Kreis Heinsberg wie kaum ein anderes: die Autoren, ihre Geschichten, der Zweck, der Verlag und auch die Druckerei stammen aus dem Kreis.”

Allerdings wäre das Projekt nicht ohne die Hilfe der Volkshochschule und der Kreissparkasse Heinsberg zustande gekommen, fügte er hinzu.

Dass der Erfolg beflügelt, zeigt sich auch daran, dass beim derzeit laufenden zweiten Schreibseminar wieder 16 Hobbyautoren teilnehmen, um Geschichten für den „Tödlichen Selfkant” zu schreiben. Nicht ohne Stolz wohnten Franz Josef Dahlmanns, der Leiter der Anton-Heinen-Volkshochschule, und seine Stellvertreterin Dr. Ulla Louis-Nouvertné der Spendenübergabe bei. Das Projekt diene dem Gedanken der Weiterbildung ebenso wie dem Ziel, etwas für die Gemeinschaft zu schaffen. Sie haben sofort „zugegriffen”,als Lehmkuhl ihnen die Projektidee vorstellte; eine Idee, die nach ihrem Erfahrungsschatz und Wissen einmalig war.

„Tödlicher Selfkant” folgt am 12. November

Der Folgeband „Tödlicher Selfkant” soll am 12. November in der Leonhardskapelle in Erkelenz der Öffentlichkeit vorgestellt werden.

Die zweite Auflage des ersten Buchs „Blutroter Selfkant” ist ebenfalls noch in Restbeständen im Buchhandel erhältlich.

Beide Bände erscheinen im hkl-Verlag aus Übach-Palenberg.

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