Waldfeucht-Haaren - Für eine bessere Zukunft gute Ausbildung gefördert

Für eine bessere Zukunft gute Ausbildung gefördert

Von: wisch
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Seit zehn Jahren organisiert Dieter Louis (Bildmitte) Ferienfreizeiten für bedürftige rumänische Jugendliche im eigenen Land. Zukünftig erfolgt - wie in diesem Sommer - eine verstärkte Zusammenarbeit unter der Leitung des örtlichen Kolpingwerkes in Kronstadt. Foto: Wilfried Schröders

Waldfeucht-Haaren. „Das örtliche Kolpingwerk und der katholische Seelsorger vor Ort, Dr. Nagy-György, werden die Hilfsmaßnahmen zukünftig stärker begleiten”, erklärt Dieter Louis. Seit mehr als zehn Jahren organisiert Louis mit Hilfe zahlreicher deutscher Spender die Unterstützung bedürftiger rumänischer Jugendlicher.

Angefangen mit einer durchgeführten Ferienfreizeit, die rumänischen Jugendlichen aus sozial bedürftigen Familien eine Ferienmaßnahme im eigenen Land ermöglichen sollte, erfahren die Jugendlichen seit Jahren bereits Unterstützung auch ihrer schulischen Entwicklung.

„Aus familiären und aus gesundheitlichen Gründen ist mir ein vierwöchiger Aufenthalt in Rumänien nicht mehr möglich”, erklärt der inzwischen 69-jährige Louis. Daher wurde in diesem Jahr zum ersten Mal die Ferienfreizeit zusammen mit dem Kolpingwerk und den Pfadfindern der katholischen Pfarre von Brasov organisiert.

Erneut zog es Louis´ 16-köpfige Jugendgruppe in die landschaftlich reizvollen Karpaten nach Harghitza. „Allerdings”, so Louis, „war die Stadt gut 15 Kilometer entfernt”. Die räumliche Abgeschiedenheit des Feriencamps empfanden die Jugendlichen zwischen zwölf und 16 Jahren aber als Bereicherung. Es stärke die Rückbesinnung auf sich selber und auf die Gruppe. „Sobald sie zusammen sind, unternehmen die Jugendlichen etwas”, so Louis. Das beginnt mit dem gemeinsamen Singen der Jugendlichen. „Dieses gemeinsame Erleben ist bei uns durch Fernsehen und Computer weitgehend verloren gegangen.”

Dementsprechend erfreute sich der Schnupperkurs im Gitarrenunterricht, den ein Gitarrenlehrer der Musikhochschule während der Ferienmaßnahme bot, über großen Zuspruch. Daneben standen Wanderungen in die Karpaten, sportliche Olympiaden und die Errichtung eines Hochsitzes durch unterschiedliche Gruppen der Jugendlichen auf dem Programm.

„Die Wirtschaftskrise hat die arme Bevölkerung Rumäniens ungeschützt getroffen”, beschreibt Louis die Erfahrungen vor Ort. Neben der Unterstützung der schulischen Ausbildung erfahren fünf kinderreiche Familien existentielle Hilfe. „Eine erhebliche Verteuerung der Grundnahrungsmittel, Kleidung und Mieten bedeutet die Wirtschaftskrise für die arme Bevölkerung”, so Louis. Hinzu träten häufig Arbeitslosigkeit oder Invalidität ohne Rentenversorgung und zudem ein Kinderreichtum von bis zu neun Kindern. „Da geht es um die Existenz einer Familie”, resümiert Louis.

16 Kinder erfahren Unterstützung ihrer schulischen Ausbildung durch Nachhilfen, Förderungen und Deutschunterricht. „Lehrmaterialien wie Bücher werden vielfach nicht mehr vom Staat übernommen”, erläutert Louis die unmittelbaren Folgen der Wirtschaftskrise für die Jugendlichen. Auch hierfür finden die deutschen Spenden Verwendung. Eine gute schulische Ausbildung ist auch in Rumänien das Fundament einer erfolgreichen Zukunft der jungen Leute.

Louis´ Jugendliche der Anfangsgruppe haben mittlerweile zum größten Teil erfolgreich die Mittelschule oder das Gymnasium in Kronstadt absolviert und befinden sich im Studium oder einer Berufsausbildung.
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