Für die Weiterbildung gibt es Scheck und Prämie

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Sie werben für Bildungsscheck und Bildungsprämie: Antonio Luque, Sigrid Goertz und Franz-Josef Dahlmanns (v..l.n.r.) von der Anton-Heinen-Volkshochschule des Kreises Heinsberg.

Kreis Heinsberg. Wer heute seine Chancen auf dem Arbeitsmarkt erhalten will, muss sich beruflich weiterbilden. Viele Menschen können eine finanzielle Unterstützung für die berufliche Weiterbildung beantragen.

Damit Lernen ermöglicht und finanziell erleichtert wird, bieten das Land und der Bund in Zusammenarbeit mit dem Europäischen Sozialfonds zwei Förderinstrumente an: Bildungsscheck NRW und Bildungsprämie des Bundes. Mit diesen werden berufsspezifische Fort- und Weiterbildungsmaßnahmen in der derzeitigen oder zukünftigen Berufstätigkeit gefördert.

Die Anton-Heinen-Volkshochschule des Kreises Heinsberg ist Beratungs- und Vergabestelle für Bildungsscheck und Bildungsprämie. Der Wert beträgt 50 Prozent, höchstens aber 500 Euro pro Weiterbildung.

Wer einen Bildungsscheck erhalten will, muss entweder sozialversicherungspflichtiger Mitarbeiter eines kleinen oder mittleren Unternehmens mit bis zu 250 Beschäftigten sein oder aber selbstständig sein und sich in den ersten fünf Jahren nach der Existenzgründung befinden. Auch Berufsrückkehrer und Wiedereinsteiger sind antragsberechtigt.

Bildungsschecks können individuell oder betrieblich beantragt werden. Beim betrieblichen Bildungsscheck ist der Arbeitgeber Antragsteller. Ein Unternehmen mit bis zu 250 Mitarbeitern kann in einem Kalenderjahr zehn Bildungsschecks für seine Mitarbeiter beantragen. Den Bildungsscheck NRW können Interessierte alle zwei Jahre erhalten, die Bildungsprämie sogar jedes Jahr.

Auch die Bildungsprämie unterstützt die Förderung von individueller und beruflicher Weiterbildung und gilt für Erwerbstätige, deren zu versteuerndes Jahreseinkommen nicht mehr als 25.600 Euro beziehungsweise 51.200 Euro bei gemeinsam Veranlagten beträgt.

Berufsrückkehrer, die nicht erwerbstätig sind, und geringfügig Beschäftigte können ebenfalls eine Bildungsprämie beantragen. Beide Förderungen gelten grundsätzlich für Weiterbildungsmaßnahmen, die für die Ausübung der aktuellen oder zukünftigen beruflichen Tätigkeit relevant sind, wichtige Kenntnisse und Fertigkeiten vermitteln und Kompetenzen erweitern. Dies reicht vom Lehrgang für ein PC-Programm über Kompakt-Sprachkurse bis hin zu fachspezifischen Fortbildungen, wie etwa einem Grundlagenkurs für Existenzgründer oder der Lehrgang zur Ausbildereignungsprüfung.

In vielen Berufszweigen werden Fortbildungen angeboten, zum Beispiel im medizinisch-pflegerischen oder therapeutischen Bereich. Auch die VHS bietet verschiedene förderfähige Kurse, Seminare und Bildungsurlaube in der beruflichen Weiterbildung an, zum Beispiel Sprach- und Rhetorikkurse, Buchführungs- und EDV-Kurse, Kompetenztrainings- sowie Zertifikatskurse.

Zu beachten ist, dass die Beratung vor der Anmeldung zu einer Weiterbildung nur nach vorheriger Terminabsprache erfolgt. Informationen erteilt die Beratungsstelle bei der Anton-Heinen-Volkshochschule in Heinsberg mit Sigrid Görtz, Telefon 02452/13 43 14, E-Mail-Adresse: sigrid.goertz@kreis-heinsberg.de, und Antonio Luque, Telefon 02452/13 43 15, E-Mail-Adresse: antonio.luque@kreis-heinsberg.de.
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