Fünf knuddelige Welpen sind eine Sensation

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Da gibt es keine Berührungsängste: Die kleine Pia und die Gepardenmutti betrachten den quirligen Katzennachwuchs gemeinsam völlig entspannt. Foto: Guenter Kleinen

Wassenberg-Effeld. Er ist Familienvater, hat Frau und zwei Kinder (Pia und Lutz) und ist Fleischermeister mit eigenem Betrieb. Thomas Staas. Schon in seiner Kindheit hatte er mit seiner Vorliebe für Reptilien für Staunen gesorgt. Heute ist er bekannt für seine Züchtungen von Farbvarianten bei Pythons und Boas.

Noch bekannter sind in Fachkreisen seine Albino-Leguane, mit denen er einzigartig dasteht, wie Fachleute bestätigen. Nun aber ist ihm ein noch spektakulärerer Zuchterfolg geglückt, den er selbst kaum fassen kann: Zum ersten Mal sind demnach Gepardenwelpen geboren worden, die in Privatzucht in einer geschlossenen Gruppe leben.

„Geparden sind in Freiheit Einzelgänger. Was hier passiert ist, stellt das gesamte zoologische Fachwissen auf den Kopf!”, so der bekannte Tierarzt Dr. Manfred Heidenreich. Er war es, der den Hobbyzüchter Thomas Staas inspirierte: Bei „Stern-TV” hatte Staas vor vier Jahren den Zuchterfolg von Dr. Heidenreich und dem Jaderpark bei Bremen bestaunt.

Schon drei Wochen später hatte der Effelder Züchter selbst sein erstes Gepardenbaby bei sich zuhause. Ein neunwöchiges Flaschenkind, das es zu retten galt. Durch den intensiven und sympathischen Austausch mit dem prominenten Tierarzt gründete Staas mit diesem ein Zuchterhaltungsprojekt.

Hierzu bestand beim Effelder Züchter der Bedarf nach einem blutsfremden Kater, der neue Gene liefern sollte. Im Loripark, dem Zoo in Johannisburg/Südafrika, machte Staas ein fünfjähriges Gepardenmännchen ausfindig. Die Beantragung beim Bundesamt für Naturschutz und der südafrikanischen Regierung für die Einfuhr bekam Staas genehmigt. Nach sechs Monaten war der Gepard in Effeld. Aber leider „funkte” es zwischen Männchen und Weibchen nicht, Nachwuchs blieb aus. 2008 wurde eine weitere Katze von einem deutschen Zoo übernommen.

Doch die Geparden waren nicht die ersten Raubkatzen in dem unscheinbaren Garten mit dem exotischen Eigenleben. Begonnen hat alles im Jahr 2000 mit der Anschaffung einer Ozelot-Dame. Sie erhielt nach einem Jahr einen Kater, der prompt für den ersten Zuchterfolg sorgte.

Daneben leben hier Servale (afrikanische Laufkatzen), Asiatische Leopardenkatzen, Wüstenluchse und seit kurzem auch seltene Manulkatzen, die vom Prager Zoo kommen.

Der erfolgreiche Privatzüchter genießt inzwischen weltweite zoologische Anerkennung. Und dies nicht von ungefähr: Erst vor kurzem gelang Thomas Staas die weltweit erstmals erfolgreiche Nachzucht eines Rüsselhündchens (Heimat: Tansania, Afrika), welches sofort für Aufsehen in der Zoowelt sorgte und bereits an einen osteuropäischen Zoo vermittelt wurde.
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