FSJ: Für Viele genau das Richtige

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Für Ron Richert war von Anfan
Für Ron Richert war von Anfang an klar: „Ich will unbedingt mit Kindern arbeiten.” Der 19-Jährige absolviert sein Freiwilliges Soziales Jahr in der Lebenshilfe-Kindertagesstätte Geilenkirchen.

Kreis Heinsberg. Ron Richert und Julia Hammer sind zwei von insgesamt 35 jungen Menschen, die momentan bei der Lebenshilfe Heinsberg ein Freiwilliges Soziales Jahr absolvieren.

Der 19-Jährige arbeitet in der Kindertagesstätte Geilenkirchen, die 20-Jährige in der Aufbaugruppe des Förderbereichs der Werkstatt für behinderte Menschen in Heinsberg-Oberbruch.

Da sie noch nicht genau wusste, ob sie für die Arbeit mit Menschen mit Behinderung wirklich geeignet sein würde, kann Julia Hammer nun wichtige Erfahrungen im Hinblick auf ihre Berufswahl sammeln: „Nach dem Abitur wusste ich, was meinen Berufswunsch angeht, nur, dass ich gerne mit Menschen arbeiten wollte. Aber ich war mir nicht sicher, ob ich das auch konnte, weil man ja im normalen Alltag nur sehr wenig Kontakt mit Menschen mit Behinderung hat.”

Erwartungen noch übertroffen

Nach einem Schulpraktikum in einer Grundschule war für Ron Richert klar, dass er mit Kindern arbeiten wollte. So hat er sich direkt bei der Lebenshilfe um einen Job im Kindergarten beworben: „Das Freiwillige Soziale Jahr ist das Beste, was ich hätte machen können. Meine Erwartungen sind sogar noch übertroffen worden, und ich würde am liebsten gar nicht aufhören, hier zu arbeiten.”

Nach mittlerweile neun Monaten praktischer Arbeit in der Lebenshilfe und der Teilnahme an mehreren begleitenden Seminaren (insgesamt 25 Seminartage), in denen einerseits die Erfahrungen aus der praktischen Arbeit besprochen sowie Grundlagenkenntnisse - zum Beispiel über die Gebärdensprache oder über psychische Erkrankungen - vermittelt werden und andererseits auch ein intensiver Kontakt und positiver persönlicher Austausch mit anderen FSJlern möglich ist, steht für beide fest, dass sie im Anschluss an das FSJ im sozialen Bereich tätig sein wollen: „Ich hab gedacht, ich probier das einfach mal aus, und ich bin mehr als froh, dass ich das gemacht habe, denn ich bin mir mittlerweile ziemlich sicher, dass ich soziale Arbeit studieren möchte”, so Julia Hammer. Bewerbungen an Universitäten hat sie bereits abgeschickt. Sie hofft, dass die guten Beurteilungen für ihre jetzige Arbeit dazu beitragen, bald einen Studienplatz zu bekommen; wobei die meisten Hochschulen das Jahr als Praktikum anrechnen. Ron Richert will eine zweijährige Ausbildung zum Erzieher am Berufskolleg absolvieren. „Und dann werde ich mich wieder bei der Lebenshilfe bewerben!”

Angebot für Jugendliche und junge Erwachsene

Die Lebenshilfe Heinsberg bietet seit 2003 die Möglichkeit an, ein Freiwilliges Soziales Jahr abzuleisten. Das FSJ ist ein Angebot für Jugendliche und jugendliche Erwachsene von 16 bis 27 Jahren und dauert mindestens sechs Monate und höchstens 18 Monate.

Für das FSJ kann man sich bei vielen überregionalen Trägern bewerben, zum Beispiel bei Arbeiterwohlfahrt, Johanniter, Maltesern oder DRK, die wiederum mit Einrichtungen wie Krankenhäusern, Alten- und Pflegeheimen, Sportvereinen oder Kindergärten zusammenarbeiten.

Eine Bewerbung erfolgt über einen dieser Träger, die dann je nach Interessen der Bewerber Vorschläge machen, in welcher Institution ein FSJ möglich ist.

Ansprechpartnerin für Bewerbungen bei der Lebenshilfe Heinsberg ist Sarah Faßbinder, die zu erreichen ist unter 02452/969236.

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