Frühlingfest: Endlich wieder Musik im Kreisgymnasium

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Heinsberg. Mit rund 250 Aktiven und 300 Besuchern feierte das Kreisgymnasium ein musikalisches Frühlingsfest.

Schulleiterin Annegret Krewald begründetet das lange musikalische Schweigen mit der zeitraubenden Umbauphase. Das soll sich nach Worten von Theo Krings künftig wieder ändern. Er moderierte das Konzert und gab ihm Klavierbegleitung.

30 Jahre lang hat er sich als Musiklehrer die Aufgaben mit der im letzten Jahr plötzlich verstorbenen Katharina Josten-Rühl eng geteilt. Sie drückte den Schulkonzerten ihren persönlichen Stempel auf und brachte es im Laufe der Jahre zu bedeutenden Oratoriumsaufführungen. Kein Wunder also, dass ihr Geist bei dem Konzert allgegenwärtig war.

Man war aber nicht zusammengekommen, um Trübsal zu blasen, sondern einen Neuanfang zu machen. Zu Hilfe kommt der Schule die Jugendmusikschule, die Kräfte abgestellt hat, den Musikunterricht neu zu inspirieren. Dazu zählen die bereits auch in der Öffentlichkeit aufgetretenen und gefeierten Streicherklassen der Sextenser und Quintaner unter der Leitung von Juana Jorden beziehungsweise Dorothea Merkle.

Die Dauer dieser zusätzlichen Instrumentalausbildung beträgt zwei Jahre. Danach müssen sich die Schüler neu orientieren. Ziel der gesamten Arbeit ist der sukzessive Aufbau eines Schulorchesters, von dem Katharina Josten-Rühl bereits träumte und die Vorstellung entwickelte, dieses Orchester einmal in das heute tote Musikforum zu integrieren. Das von Susanna Schael geleitete Mittelstufenorchester ist der hoffnungsvolle Anfang für dieses Schulprojekt.

Unverbrüchliche Einheit

Gespielt wurde unter anderem von Antonio Vivaldi Spring-Allegro. Musizieren und Singen schließen einander nicht aus und bilden eine unverbrüchliche Einheit. Der vokalpraktische Grundkurs, ebenfalls unter Leitung von Susanna Schael, löste die Musikanten ab, sang das vorhin gespielte Can„t help falling in love, des Weiteren einen Indianersong, eine Volksweise aus England und ein Gospel. Den Abschluss machte die florierende Jazz-AG unter der Leitung von Eckhart Krause, die mit ihrem Programm dicht beim Thema blieb, Paul Clark, Geroge Gershwin, von Morrison, Andy Clark und Bobby Hebb zünftig intonierte.

Ganz zum Schluss meldete sich auch der aus den Quinten und der UII c gebildete und von Susanna Schael und Daniel Schindler betreute mächtige Schulchor zu Wort und stimmte auch im Gedenken an den in letzten Jahr verstorbenen Michael Jackson „Heal the world” an.

Für den kommenden Herbst ist an ein Solistenkonzert gedacht. Schulkonzerte haben am Kreisgymnasium eine jahrzehntelange Tradition. Kurz nach dem Kriege, als die Schule noch voller Schutt war, wich man damit auf einen Saal in Schafhausen aus. Der Musiklehrer Meierhans pflegte das Chorsingen und fuhr mit Schülern zu Konzerten und Opern nach Mönchengladbach. Dabei wurden viele Ehemalige musikalisch fürs Leben „geimpft”.
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