Frühjahrstreffen des Heinsberger Handwerks

Von: disch
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Präsident des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks, Präsident des Deutschen Handwerkskammertages, Vorsitzender des Unternehmerverbandes Deutsches Handwerk und Präsident der Handwerkskammer Köln: ­Maler- und Lackierermeister Hans Peter Wollseifer. Foto: Koenigs
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Ehrung von Kammersiegern im Rahmen des Leistungswettbewerbs des Deutschen Handwerks: Kreishandwerksmeister Edwin Mönius (r.) gratulierte André Ludewig, Stefan Huges und Kai Söffken (von links) – zur Freude auch von Andreas Heinen (2. v. r.) von Verfahrenstechnik Derichs, einem der Ausbildungsbetriebe. Foto: Koenigs

Kreis Heinsberg. Das Frühjahrstreffen des Heinsberger Handwerks war wieder eine (kreis)runde Sache – mit der Kreishandwerkerschaft Heinsberg als Ausrichter dieser traditionellen Veranstaltung, mit der Kreissparkasse Heinsberg als Gastgeber in ihrer Hauptstelle in Erkelenz und mit der Kreismusikschule Heinsberg als dem Garanten für erstklassige musikalische Unterhaltung.

Nicht nur Kreishandwerksmeister Edwin Mönius war begeistert und lobte die Darbietungen der Nachwuchsmusiker als „gigantisch“. In seinen Begrüßungsworten hatte der Hausherr, Sparkassendirektor Thomas Pennartz, vor den rund 100 Gästen die traditionell engen Verbindungen zwischen Kreissparkasse und Kreishandwerkerschaft, zwischen den regionalen Kredit­instituten und dem Handwerk betont.

„Handwerk steht für Beständigkeit im Wandel. Familiengeführte Betriebe nehmen Verantwortung für und in ihrer Region wahr und versorgen die Regionen – Stadt und Land – mit Produkten und Dienstleistungen. Sie schaffen Arbeitsplätze und qualifizieren junge Menschen in der Breite und auf hohem Niveau. Sie stabilisieren, sind auf Langfristigkeit bedacht, wirtschaften nachhaltig und mit Verantwortungsbewusstsein“, so Kreishandwerksmeister Edwin Mönius.

„Eine Million Handwerksbetriebe – davon 3500 im Kreis Heinsberg – erwarten deshalb eine Politik, die das Handwerk stärkt. Eine Politik, die den gesellschaftlichen Zusammenhalt in Deutschland festigt, und einen modernen Staat, der soziale Sicherheit ­chancengerecht und zukunftsfest gestaltet. Eine Politik, die den ­Herausforderungen einer global, europäisch, national und regional vernetzten Welt gerecht wird. Eine Politik, die für Verlässlichkeit im Wandel sorgt und die den Betrieben Möglichkeiten eröffnet, ihre Chancen im Wandel zu suchen und zu nutzen.“

Mönius freute sich, den Präsidenten der bundesweit höchsten Handwerksorganisation, des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks in Berlin, den Präsident der Handwerkskammer Köln, den Präsidenten des Deutschen Handwerkskammertages und den Präsidenten des Unternehmensverbandes Deutsches Handwerk in Erkelenz willkommen heißen zu dürfen. Sie alle vereint in einer ­Person: Der gelernte Maler- und Lackierermeister Hans Peter Wollseifer aus Hürth ist der höchste Repräsentant des Handwerks in Deutschland. Und beim 22. Frühjahrstreffen des Heinsberger Handwerks sprach er zum Thema „Zukunft des Handwerks – Handwerk der Zukunft“.

„Deutschland steht bestens da“, stellte Wollseifer fest und fügte hinzu, dieser Erfolg beruhe auch auf Stabilität und Solidität des deutschen Handwerks. Die Auftragsbücher seien voll. Dies habe allerdings auch Wartezeiten für Kunden zur Folge. Und er verschwieg auch nicht das Fachkräfteproblem, es gebe Probleme bei der Besetzung von Stellen. Gleichwohl betonte er: „Wir haben eine gute Stimmung im Handwerk.“ Wo Handwerk draufstehe, seien in der Regel Zuverlässigkeit, Qualität und fundierte Ausbildung drin. Das Handwerk stehe für das Gütesiegel „Made in Germany“. Den gesellschaftlichen Auftrag, den das Handwerk wahrnehme, machte er unter anderem am Engagement bei der Integration von Flüchtlingen in den Arbeitsmarkt fest.

Gratulation und Lob für die Kammersieger

Bei der Ehrung von Kammersiegern im Rahmen des Leistungswettbewerbs des Deutschen Handwerks sagte Kreishandwerksmeister Edwin Mönius zu den Ausgezeichneten: „Sie haben sich durch Ihr Können, durch Einsatzbereitschaft und durch Ansprüche, nicht an andere, sondern an sich selbst, hervorgetan. Sie sind ein Vorbild für alle jungen Menschen in unserem Kreis und in unserem Land. Wir sind alle sehr stolz auf Sie.

Ausgezeichnet wurden: Stefan ­Huges, 1. Kammersieger als Fliesen-, Platten- und Mosaikleger (Ausbildungsbetrieb: Fliesen Büsdorff GmbH, Waldfeucht); André Ludewig, 1. Kammersieger als Kfz-Mechatroniker (Ausbildungsbetrieb: Sirries Automobile GmbH, Erkelenz) und Kai Söffken, 1. Kammersieger als Mechatroniker (Ausbildungsbetrieb: Verfahrenstechnik Derichs GmbH, Übach-Palenberg).

„Zu Ihrem herausragenden Erfolg gratuliere ich Ihnen sehr herzlich. Für Ihr Engagement und Ihre Leistungsbereitschaft danke ich Ihnen im Namen aller Ehrenamtsträger des Heinsberger Handwerks. Sie haben sich bereits in sehr jungen Jahren als würdige Gesellen bewährt und zum guten Ruf des Heinsberger Handwerks beigetragen“, so Mönius.

Wollseifer zeigte auch Perspektiven für Studienaussteiger auf: Das Handwerk sei da nicht Plan B, sondern Plan A2. Die duale Ausbildung bezeichnete der Handwerkspräsident als „Erfolgsmodell“, das es weiter zu stärken gelte. Es gehe um eine Gleichwertigkeit von akademischer und beruflicher Bildung. „Wir sehen die Chancen der Digitalisierung“, sagte er weiter. Dafür müssten aber Bildungsstätten modernisiert und Lehrer qualifiziert werden. „Wir fordern einen nationalen Berufsbildungspakt“, denn mit Geldströmen könne man Bildungsströme leiten, zeigte sich Wollseifer überzeugt. Und das Handwerk, dies unterstrich er, sei „Ausbilder der Nation“.

Parteipolitisch neutral, werde der Zentralverband des Deutschen Handwerks keine Wahlempfehlung aussprechen. Aber als Rheinländer gab Wollseifer dann doch eine persönliche Wahlempfehlung: „Wählen Sie diejenigen, die auch mal lachen können, denn bei den anderen hätten wir bald nichts mehr zu lachen.“

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