Freundschaftliches Flachsen ohne Sprachbarrieren

Von: agsb
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Erstes Ziel an der Zehnscheune erreicht und der erste Selfkantstrauch wurde schon gesteckt. Foto: -agsb-

Selfkant-Tüddern. „Regen macht uns nichts, es gibt ja wetterfeste Kleidung”, so eine Gruppe Wanderer aus den Niederlanden und Belgien am Eingang zum Rathaus Tüddern. Am Morgen begann der Wandertag Tüddern mit drei Routen über sieben, vierzehn und 21 Kilometer.

Die Bedingungen waren nicht gerade ideal: Es schüttete s teilweise aus Eimern vom Himmel herunter - trotzdem machten sich die ersten Wanderer auf dem Weg in den Selfkant.

Die wahren Wanderfreunde ließen sich von den Unbilden nicht abhalten und marschierten fast in Bergsteigerbekleidung Richtung Anmeldungsstelle im Rathaus. Der Unterschied: Statt Eispickel war der Regenschirm im Gepäck.

Im Rathaus selbst hatte Geschäftsführerin Katja Welter vom Zweckverband „Der Selfkant” und ihr Team sowie die Freunde aus Schinveld alles bestens vorbereitet. Mit Musik auf dem Akkordeon und Live-Gesang wurden die Wanderer begrüßt.

Unnötiges Material verstaut

Kurz vor der Wanderung wurde noch mal kurz unnötiges Material in die Pkw verstaut. Die gemischte Wandergruppe war trotz der dunklen Wolken am Horizont gut drauf, die Grenzlandfehden ließen die gute Laune weiter steigen. „Die Belgier laufen vorne weg” flachste ein Niederländer. Der Konter kam stehenden Fußes: „Wenn wir zu schnell sind, sagt Bescheid”.

Alle hatten ihren Spaß. „Wir machen die große Runde mit 21 Kilometer und vielleicht ein bisschen mehr, das hängt von den Niederländern ab. Vielleicht sind die ja dann müde”, wurde kräftig weiter freundschaftlich geflachst - man kennt sich eben im Grenzland.

Kurz nach 8 Uhr in der Frühe marschierte die Truppe los, und sie bald wurde eine Dreiländerwandergruppe, denn ein deutscher Wandergeselle stieß hinzu. Der Weg führte Richtung Sittard ins Naturschutzgebiet, dann entlang des Rode- und Saeffelbach durch das Selfkantland.

„Es gibt hier viel zu sehen. Der Selfkant ist schön” - das war für die Niederländer ein Anreiz, diese Tour zu machen. In der Zehntscheune in Millen konnte Rast eingelegt werden, hier gab es die erste wärmende Stärkung. Wie später auch im Schöttehus in Isenbruch, auch hier war ein Kontrollpunkt eingerichtet worden.

Das Wetter machte seine Kapriolen den ganzen langen Tag. Schaffte es die Sonne, sich irgendwie den Weg durch die Wolken zu bannen, so wurde es gleich drückend. Und so schnell, wie die Sonne kam, schlugen die dunklen schwarzen Wolken zu: zweimal gab es mächtige Schauer. Aber auchg das konnte den Wanderfreunde nicht beeindrucken, sie durchkreisten das Selfkantland und erlebten trotzdem einen schönen Tag in der Natur.

228 Teilnehmer in diesem Jahr

Einige Wandersleute nutzten die Gelegenheit und hielten Ausschau nach Blumen, banden sich mit und mit einen schicken Selfkantblumenstrauß aus der freien der Natur.

Im Vorjahr konnten rund 270 Wanderer begrüßt werden, diesmal waren es 228. Es ließen sich 110 Niederländer, 114 deutsche und vier belgische Wanderleute l registrieren. „Trotz schlechten Wetters können wir uns nicht beklagen” blickte Katja Welter auf den Wandertag zurück und bschaute auch gleich nach vorne: „Im Vorjahr waren wir in Waldfeucht, diesmal in Tüddern; im kommenden Jahr bietet sich Gangelt an”.
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