Frauenwallfahrt zum Birgelener Pützchen: Andacht und innere Einkehr

Von: mb
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Großer Zuspruch: „Mit Vertrauen – hinein ins Leben“ hieß das Leitmotto der Frauenwallfahrt zum Birgelener Pützchen. Foto: Monika Baltes

Wassenberg-Birgelen. Es war eine besondere Atmosphäre mitten im Wald, wo mächtige Baumkronen, leicht herbstlich verfärbt, das Spiel des Sonnenlichtes in ihren Blättern aufnehmen, während die kleine Kapelle nebenan im Kerzenlicht erstrahlt.

Zum 68. Mal bot die Frauenwallfahrt zum Birgelener Pützchen Gelegenheit zu Besinnung und Gebet in großem Rahmen.

Suche nach Sicherheit

Als logistische Meisterleistung stellten sich die Vorbereitungen für die Veranstaltung heraus: Von unzähligen Telefonaten über schwere Transporter, die Stühle in den Wald fahren, bis hin zu freundlichen Bauern, die die Maisernte verschieben, um Zufahrt zum Wald zu ermöglichen. 900 Stühle warteten auf Pilger, nur einige wenige blieben leer.

Aus der ganzen Region Heinsberg hatten sich Frauen aufgemacht, waren mit Auto, Bus, Fahrrad und zu Fuß in den Wald gekommen. Sie wollten Gemeinschaft erleben, mutmachende Impulse nach Hause tragen, der Gottesmutter ein persönliches Anliegen anvertrauen, Glauben auf besondere Art erfahren. Ein strahlender Herbsttag meinte es gut mit den Pilgern und der Prozession, die sich an der Kirche in Birgelen in Bewegung gesetzt hatte, um rechtzeitig zum Wortgottesdienst im Wald anzukommen.

Mit dem zwölfjährigen Jesus im Tempel befasste sich die Lesung des liebevoll vorbereiteten Wortgottesdienstes. „Alles beginnt mit einem Ja“ wurde Marias unerschütterliches Gottvertrauen in den Fokus gerückt. „Mit Vertrauen – hinein ins Leben“ – unter diesem Motto stand die Frauenwallfahrt ebenso wie die Predigt von Gemeindereferentin Ellen Weitz, ehemalige Geistliche Leiterin der Diözesan-Katholischen Frauengemeinschaft Deutschlands (kfd). Sie trat mit einem Fahrradhelm vor die Zuhörer, um die Suche nach Sicherheit zu deutlich zu machen. Frisch und lebendig erzählte sie von dem Bemühen, Gottvertrauen in den Alltag zu bringen.

Fast tausendstimmiger Chor

Die Frauenwallfahrt ist eine Traditionsveranstaltung mit festen Bräuchen. Dazu gehört auch, den Frauen eine kleine Erinnerung an die Andacht im Wald mit auf den Weg zu geben. In diesem Jahr hatte sich das Organisationsteam für Papiertaschentücher mit dem Aufdruck „Ja“ entschieden. Ein „Ja, das zum Leben ermutigt“ und ein Taschentuch, das das Leben in Freud und Leid begleitet, Freudentränen und Tränen der Traurigkeit aufnimmt.

Beendet wurde die Frauenwallfahrt mit einem Marienlied, gesungen von einem fast tausendstimmigen Chor: „Segne du Maria, segne mich, dein Kind“. Auch eine Tradition der Frauenwallfahrt.

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