Wassenberg-Birgelen - Frauenwallfahrt: Lobpreis und Gebet für Werke der Barmherzigkeit

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Frauenwallfahrt: Lobpreis und Gebet für Werke der Barmherzigkeit

Von: Andrea Schever
Letzte Aktualisierung:
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Unter der Leitung von Pfarrer Heinz Herpers feierten rund 800 Gläubige einen Wortgottesdienst. Foto: Andrea Schever
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Große Beteiligung: Die Frauenwallfahrt zum Birgelener Pützchen zog wieder zahlreiche Gläubige an. Foto: Andrea Schever
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Rund 55 Frauen zogen mit der Prozession von der Kirche bis zum Birgelener Pützchen. Foto: Andrea Schever

Wassenberg-Birgelen. Mit einem Blütengesteck in Herzform wurden sie empfangen, mit einem kleinen, grünen Filzherz wurden sie wieder in die Welt hinaus gesandt: Die rund 800 Pilgerinnen aus Birgelen und dem ganzen Kreis Heinsberg nahmen auch in diesem Jahr an der – mittlerweile 69. – Regionalen Frauenwallfahrt zum Birgelener Pützchen teil.

Die traditionelle Prozession setzte sich an der Pfarrkirche St. Lambertus in Gange. Rund 55 Frauen folgten dem Prozessionskreuz erst durch die Ortschaft, dann durch den angrenzenden Wald stets bergauf. Dabei wurde gemeinsam gebetet und gesungen. An einigen der sauber herausgeputzten Stationen des Kreuzweges hielten die Frauen kurz inne und lobpriesen gemeinsam die Muttergottes, die ein großes Vorbild auch für das diesjährige Thema der Wallfahrt war: Barmherzigkeit.

Schon von Weitem konnten die treuen Pilgerinnen dieser Prozession die Lieder und Gebete der am Pützchen wartenden restlichen Pilger hören – darunter auch ein paar Ehemänner. Die 800 aufgestellten Stühle waren fast vollständig belegt, und die Menge an Gläubigen beeindruckte so manch einen vorbeikommenden Wanderer.

Der gemeinsam gefeierte Wortgottesdienst wurde von Pfarrer Heinz Herpers, dem geistlichen Begleiter der Diözesan-kfd, geleitet und von mehreren Frauen mitgestaltet. Mit viel Humor begeisterte Herpers die Gläubigen während der Predigt, als er die sieben Werke der Barmherzigkeit für heute des Erfurter Bischofs Joachim Wanke nannte und erläuterte.

So solle Barmherzigkeit unter anderem dazu bewegen, dem anderen zuzuhören, ihm gut zuzureden, mit ihm zu teilen und für ihn zu beten. Die Kraft für diese und die weiteren barmherzigen Werke aufbringen zu können, erbaten die Gläubigen gemeinsam.

Sabine Mevissen, Frauenseelsorgerin der Region Heinsberg, die auch schon die Prozession aus dem Dorf geleitet hatte, bedankte sich im Namen aller bei Pfarrer Herpers und den zahlreichen Helfern, die die vielen Stühle schon früh morgens aufgestellt und „für gute Bodenhaftung“ mit echtem Wasser vom Pützchen gesäubert hatten. Zudem sprach sie den bereitstehenden Maltesern und denjenigen, die den Shuttleservice von der Kirche bis zum Pützchen für nicht Gehtüchtige gewährleistet hatten, sowie Winfried Kleinen und Monika Schumacher für die musikalische Begleitung Dank aus.

Selbst nach dem abschließenden, alljährlich gesungenen „Segne du Maria“ blieben noch zahlreiche Frauen, um ein gemeinsames Erinnerungsfoto zu schießen und in Stille eine Kerze im Pützchen anzuzünden – oder um beim Aufräumen zu helfen.

Mit dem kleinen Filzherz, das sie an die Barmherzigkeit erinnern sollte, zogen alle dann früher oder später davon, mit dem festen Plan, im nächsten Jahr wieder mit dabei zu sein.

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