Frauen-Union in der CDU Kreis Heinsberg feiert 50. Geburtstag

Von: agsb
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Vorsitzende Karin Mainka (Mitt
Vorsitzende Karin Mainka (Mitte) würdigte im festlichen Rahmen Roas Maria Wolter (r.) und Romi Gielen (l.) für ihr Lebenswerk. Foto: agsb

Übach-Palenberg. Mit einem würdigen Festakt hat die Frauen-Union in der CDU Kreis Heinsberg ihren 50. Geburtstag gefeiert. Vorsitzende Karin Mainka begrüßte im Carolus-Magnus-Centrum Übach-Palenberg zahlreiche Gäste.

Besonders herzlich begrüßte sie Ingrid Fischbach, Landesvorsitzende der Frauen-Union NRW und Mitglied im Deutschen Bundestag, die Bezirksvorsitzende Dr. Sabine Dirbach und den Kreisvorsitzenden Bernd Krückel.

In den Festreden wurde - das mag den einen mehr, den anderen weniger überraschen - festgestellt, dass in der Frauen-Union schon vor 50 Jahren Emanzipation und Gleichberechtigung diskutiert wurden. „Vor 50 Jahren war die Wandlung der Frau wohl die herausragende gesellschaftliche Veränderung”, sagte Karin Mainka. Und mit den Jahrzehnten wurde das nicht nur in der Politik spürbar, sondern auch die wirtschaftliche und technische Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt hatte zur Folge, dass Frauen im Beruf immer mehr Fuß fassten.

Mainka sieht den Begriff „Gleichberechtigung” heute wichtiger denn je, er habe an Aktualität nicht verloren. In Sachen Lohn gebe es heute immer noch Unterschiede zwischen Mann und Frau bei gleicher Tätigkeit: Eine Differenz von bis zu 25 Prozent ist keine Seltenheit. Auch der Anteil von Frauen in Führungspositionen in den Betrieben ist überschaubar - damit hatte Mainka nur einige Beispiele.

„Sie, Frau Wolter, haben vor 50 Jahren Pionierarbeit geleistet”, sagte Mainka und zollte der Gründerin großen Respekt. Starker und anerkennender Applaus brandete auf. Unterstützung fand Rosa Maria Wolter in der Mitbegründerin Maria Hages sowie Landrat Rick - die Frauenbewegung im Kreis begann ihren Siegeszug. Vielleicht wurde dies damals noch etwas belächelt, aber mit der Zeit wurde mehr und mehr spürbar, dass sich die Frauen durchsetzten. „Wir sind noch lange am Ende, die Frauen-Union ist Zukunftsmusik”, so Ingrid Fischbach in ihrer Festrede. Sie würdigte Rosa Maria Wolter für den Mut, den sie vor 50 Jahren aufgebracht hat, die Frauen-Union im Kreisgebiet zu gründen.

„Viele sagen: Was wollt Ihr denn noch mehr? Wir haben doch eine Kanzlerin und viele Ministerinnen”, so Ingrid Fischbach und antwortete: „Wir wollen gar nicht mehr, wir wollen gleichberechtigte Teilhabe und die muss wie selbstverständlich gelebt werden. Wir Frauen sind auf einem guten Weg, aber noch lange nicht am Ziel.

Die Landesvorsitzende hielt eine beeindruckende Rede, die immer wieder durch Zwischenapplaus - auch von den zahlreichen männlichen Gästen - unterbrochen wurde.

Bernd Krückel, Kreisvorsitzender der Christdemokraten im Kreis Heinsberg, würdigte die Frauen- Union und sah in ihr einen Partner, auf den man sich verlassen kann. „Die Frauen-Union ist wichtig, wir brauchen die FU. Gemeinsam sind wir stark”, so Krückel.

Wolfgang Jungnitsch, Bürgermeister der Stadt Übach-Palenberg, gratulierte die Frauen-Union ebenfalls. „Vor 50 Jahren wurde nicht nur die Frauen Union gegründet, 1962 wurde die Zeche Carolus Magnus geschlossen” - das waren also zwei wichtige Daten für Übach-Palenberg.

Ehrungen

Im Mittelpunkt des Festaktes unter Mitwirkung des „Chörchen” sowie der Kabarettistin Monika Hintsches stand die Auszeichnung und Würdigung von Rosa Maria Wolter. Wolter führte bis 1989 die FU, Elisabeth Kuhlmann war dann bis 1993 Vorsitzende, es folgte Romi Gielen, die - ebenso wie die Gründerinnen - der Frauen-Union ihren Stempel aufdrückte. Auch Romi Gielen wurde für ihr Lebenswerk gewürdigt.

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