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Frankfurter Philharmoniker servieren musikalische Delikatessen

Von: hl
Letzte Aktualisierung:
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Die Neue Philharmonie Frankfurt gastierte auf Einladung der Stadt Hückelhoven und der Anton-Heinen-Volkshochschule des Kreises in der Aula des Hückelhovener Gymnasiums. Foto: Koenigs

Hückelhoven. Bis auf den letzten Platz war die Aula des Gymnasiums besetzt beim Neujahrskonzert der Stadt Hückelhoven und der Volkshochschule des Kreises Heinsberg. Unter dem Titel „Delikatessen“ spielte die Neue Philharmonie Frankfurt unter dem Dirigenten Jens Troester klassische Stücke der Operettenliteratur mit so manchem Ohrwurm, aber auch unbekannte Stücke.

Johann Strauß (Sohn), Gioachino Rossini, Otto Nicolai, Jacques Offenbach und Franz Léhar waren die bekanntesten der klassischen Unterhaltungsliteratur mit vor allem ihrer „Walzerseligkeit“. Daneben sorgten aber auch weniger bekannte Komponisten wie Erich Wolfgang Korngold (1897-1957) und Sir Arnold Bax (1883-1953) mit ihren erfrischenden Melodien dafür, dass nicht nur allzu Bekanntes zu hören war.

Kulinarischer Rossini

Die musikalischen Delikatessen gab es insbesondere bei zwei Stücken von Rossini, der neben der Musik auch dem Essen sehr zugeneigt war: „Butter“ und „Radieschen“ aus den „Vorspeisen“ und bei Korngolds „Die Gänseleber im Hause Duschnitz“ und Bax‘ „In a Vodka Shop“.

Wer weniger den kulinarischen als mehr den musikalischen Delikatessen zugeneigt war, wurde höchst erfreut mit dem Satz Allegro aus dem Konzert D-Dur KV 412 für Horn und Orchester von Wolfgang Amadeus Mozart, bei dem die Solistin Astrid Karolius nicht nur einen Beweis ihres Könnens gab, sondern auch die Mozart‘sche Leichtigkeit und Lebensfreude zum Ausdruck brachte.

Als weiter Solist bewies auch der Bariton Patrick Ruyters das hervorragende Zusammenspiel von Solisten und Orchester. Und Ruyters erinnerte mit seiner Arie „Als Büblein klein an der Mutter Brust“ aus „Die lustigen Weiber von Windsor“ von Nicolai auch daran, wo die Delikatessen ihren Anfang nahmen. Und dieses Zusammenspiel war vor allem dem Dirigenten zu verdanken, der mit starker Bühnenpräsenz seine weiten musikalischen Bögen spannte und sein Orchester immer wieder zu Höchstleistungen anspornte.

Dr. Ralph Philipp Ziegler, der künstlerische Leiter der Neuen Philharmonie Frankfurt, führte mit viel Witz und Charme und kenntnisreich durch das Programm. Dabei ging es nicht einfach nur um trockene Informationen, sondern vor allem auch um humorvolle Begebenheiten rund um die Werke.

Dass der Champagner unter den Delikatessen eine besondere Rolle spielt, demonstrierten der Moderator und sein Trinkgenosse der Bariton mit einer äußerst gelungenen witzigen Einlage, bei der einer der beiden „Champagneristen“ buchstäblich hingestreckt wurde.

Zugabe aller Zugaben

Nach sehr viel Beifall des restlos begeisterten Publikums gab es am Ende Blumen für den Dirigenten, die beiden Solisten und Hubert Engels, den Geschäftsführer der VHS und langjährigen Mit-Organisator der Neujahrskonzerte, der in den Ruhestand geht.

Ganz zum Schluss dann die „Zugabe aller Zugaben“ aller Neujahrskonzerte rund um den Globus, den wohl unvermeidlichen Radetzkymarsch, bei dem die Zuhörer erwartungsgemäß eifrig mitklatschten.Und dabei gab es einen letzten Gag von Dirigent und Orchester: Ersterer hörte und schaute mit verschränkten Armen seinen Musikern zu, die munter drauflos spielten.

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