Kreis Heinsberg - Fotografien von Kris Scholz: „Zeichen–Spuren–Blaues Licht“

Fotografien von Kris Scholz: „Zeichen–Spuren–Blaues Licht“

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Kreis Heinsberg. Der Kunstverein Region Heinsberg präsentiert in seiner nächsten Ausstellung Fotografie von Kris Scholz: „Zeichen – Spuren – Blaues Licht“ lautet der Titel. Die Vernissage ist am kommenden Sonntag, 27. April, um 11.30 Uhr in Unterbruch (Horster Hof).

In der Vita von Kris Scholz, am 30. Dezember 1952 geboren, stehen von 1973 an mehrere Studiengänge: Soziologie, Kunst und Sport in Köln, von 1979 bis 1985 an der Heinrich-Heine-Universität in Düsseldorf Soziologie und Erziehungswissenschaft mit Promotion, außerdem von 1984 bis 1990 Freie Kunst und Fotografie an der Kunstakademie Düsseldorf. Seit 2005 hat er eine Professur für künstlerische Fotografie an der Hochschule in Darmstadt inne. Nationale und internationale Ausstellungen begleiten seinen künstlerischen Werdegang.

Das fotografische Werk von Kris Scholz besticht nach Expertenansicht durch die klare Konzeption des Bildaufbaus und die starke Tendenz zu einer geschlossenen motivischen Komposition. Er arbeitet bei den Schwarz-Weiß-Aufnahmen mit einer Großbildkamera unter Verwendung des Papiernegativverfahrens, das den Bildern einen einzigartigen Ausdruck verleiht, zwischen sachlichem Detailreichtum und emotionalem Erlebnisfeld. Sowohl die Schwarz-Weiß-Bilder als auch die chromogenen Farbabzüge zeigen mehr als das offensichtlich Abgebildete. Kris Scholz schafft Bilder, welche die Fantasie anregen und mit inneren Vorstellungsbildern spontan korrespondieren, ohne jemals in Klischees zu verfallen.

Das gilt ebenso für seine Strukturserien, in denen er an Orten, auf deren Böden politische und kulturelle Aktivitäten stattgefunden haben, Spuren suchte und festhielt. In einer Bilderreihe, aufgenommen in einer Kunsthochschule in China, sind es die Spuren auf dem Betonfußboden. Wie viele Künstler und Besucher mögen dazu beitragen, Artefakte auf dem Boden zu hinterlassen?

Ähnlich wie die Spuren und Abnutzungen auf den Böden hält er mit der Kamera Teile eines Arbeitsprozesses von Künstlern fest, in dem er die Platten und Farbpalletten aufnimmt, auf denen die benutzten Farben ihre Spuren hinterlassen haben. Diese Bilder machen einen scheinbar willkürlichen Farbrausch sichtbar und erinnern in ihren bewusst gewählten Aus- schnitten an abstrakte, tachistische Bilder. Im Kontrast dazu stehen die streng geometrischen Rasterbilder, die den Ausschnitt eines Kachelbodens im Museumskaffee in Marokko zeigen.

Nicht nur die Vielfältigkeit, mit der Kris Scholz das Umfeld auf seinen weltweiten Reisen wahrnimmt, zeichnet nach Einschätzung des Kunstvereins Region Heinsberg sein Werk aus, sondern auch die Sensibilität der Wahrnehmung, die die hohe ästhetische Qualität seiner Bilder hervorbringt.

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