Foto vom Fuß einer Leiche soll Gefahren des Rasens klar machen

Von: gs
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Eindringliche Botschaft: Die neue Warntafel an der Bundesstraße 221 soll Autofahrer zur Vernunft mahnen. Foto: Georg Schmitz

Kreis Heinsberg. Mit einem neuen Baustein im Rahmen der Bekämpfung von schweren Verkehrsunfällen will die Kreispolizeibehörde Raser zur Vernunft bringen. „Leben retten ! Raser stoppen!“ steht auf der 2,50 Meter hohen und 1,75 Meter breiten Warntafel neben der Bundesstraße 221 bei Geilenkirchen.

Landrat Stephan Pusch, Polizeidirektor Friedhelm Hinzen, Polizeioberrat Rainer Kaliske, Polizeihauptmeister Michael Okuhn, der Leiter der Regionalniederlassung Niederrhein vom Landesbetrieb Straßenbau NRW, Leitender Regierungsbaudirektor Gerhard Decker, der Leiter des Master-Straßenmeisterei Heinsberg, Rainer Gies, und der Leiter des Kreisbauhofes, Guido Domsel, enthüllten am Freitag die zwischen den Anschlussstellen Hatterath und Tripsrath installierte erste Tafel dieser Art im Kreis. Sechs weitere Warnschilder werden nach und nach an Bundes- und Landstraßen, die sich als Unfallschwerpunkte einen unrühmlichen Namen gemacht haben, die bisherigen Plakate mit dem Schriftzug „Wir sind es leid!“ ersetzen.

Repression und Prävention

„Unser Ziel ist eine weitere Senkung der Verkehrsunfälle mit Personenschaden“, erklärte Rainer Kaliske. Unfälle passierten nicht einfach so, sie würden von Menschen verursacht und seien somit vermeidbar. „Wir wollen die Verkehrsteilnehmer über die Gefahren aufklären“, ergänzte Michael Okuhn. Der Hauptkommissar – wie kaum ein anderer in dem seit Jahren entwickelten Sicherheitskonzept zur Senkung der Unfallzahlen involviert – befürwortet eine Verzahnung von Repression und Prävention, flankiert mit intensiver Öffentlichkeitsarbeit.

Okuhn: „Wir wollen das Thema weiter in die Köpfe der Bevölkerung bringen, denn 95 Prozent aller Unfälle sind auf – zum Teil bewusstes – menschliches Fehlverhalten zurückzuführen.“ Der Polizeihauptkommissar erinnerte an das Projekte „Crash Kurs NRW“ und „Weiße Kreuze“ sowie „Mobil im Alter – aber sicher !“, die ebenfalls in das Gesamtkonzept eingebunden seien. Mit Hilfe des Motivs auf der Plakattafel, das einen unter einem Leichentuch hervorragenden Fuß zeigt, solle die Gefahr, bei einem Verkehrsunfall zu sterben, visualisiert werden. Ein Bild sage zudem mehr als tausend Worte.

Sechs Tote sind sechs zu viel

Polizeioberrat Rainer Kaliske zeigte sich zufrieden mit den bisherigen Aktionen zur „Raserbekämpfung“ und schaute optimistisch in die Zukunft. „Im Jahre 1972 hatten wir im Kreis noch 72 Tote durch Verkehrsunfälle“, blickte er zurück. Im vergangenen Jahr sei mit sechs Verkehrstoten der bisher niedrigste Stand erreicht worden. Aber auch sechs Unfalltote würden Leid für viele Menschen bedeuten.

„Deshalb dürfen wir nicht nachlassen, durch verschiedene Projekte weiterhin auf die Gefahren im Straßenverkehr aufmerksam zu machen“, warnte Landrat Pusch. „Wir wollen, dass in Zukunft unsere Straßen sicher sind.“

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