Förderschulzweckverband: Kein Verständnis für Übach-Palenberger Sinneswandel

Von: dawin
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Selfkant. Der Ausschuss für Schule, Jugend, Sport und Soziales der Gemeinde Selfkant sprach sich dafür aus, der Erweiterung des Förderschulzweckverbandes Gangelt-Geilenkirchen-Selfkant um die Mitglieder Heinsberg, Wassenberg, Waldfeucht und Übach-Palenberg zuzustimmen – unter dem Vorbehalt, dass alle beteiligten Kommunen sich an dem Verband beteiligen und den gemeinsam ausgearbeiteten Satzungsentwurf akzeptieren.

Sollte es nicht zu einer Realisierung des neuen Zweckverbandes kommen, soll der Förderschulzweckverband Gangelt-Geilenkirchen-Selfkant bis zum Schuljahresende 2015/16 mit Genehmigung der Bezirksregierung Köln fortgeführt werden. Allerdings unter der Voraussetzung, dass der Kreis Heinsberg im Anschluss die Trägerschaft der Mercatorschule und der Don-Bosco-Schule übernimmt. Damit würde der Zweckverband für die Mercatorschule erlöschen.

Bei der Erweiterung des neuen Zweckverbandes ist durch das politische Votum der Stadt Übach-Palenberg Unruhe aufgekommen. Die Stadt ist mit der im Satzungsentwurf formulierten Kostenfinanzierung nicht einverstanden. Selfkants Bürgermeister Herbert Corsten zeigte kein Verständnis für derlei Sinneswandel, da man in langen und harten Gesprächsrunden zum gemeinsamen Ergebnis gelangt sei – am Ende sei man Übach-Palenberg sogar mit einem modifizierten Finanzierungsschlüssel entgegengekommen. „Andere Kommunen müssen womöglich mehr zahlen als vereinbart“, erklärte Corsten. Wenn sich die Verbandskommunen nicht einigen, werde der Kreis das Heft des Handelns in die Hand nehmen, betonte Corsten: „ Aber wie dann die Kostenfinanzierung aussieht, vermag ich zum jetzigen Zeitpunkt nicht zu sagen.“

Der FC Viktoria Schalbruch beklagt den schlechten Zustand seines Sportplatzes, hat aber nicht die finanziellen Mittel, um das Areal gründlich zu überarbeiten. Und so wurde im Ausschuss der schon lange gestellte Antrag des Vereins beraten – und wieder vertagt. Die Runde kam einstimmig überein, dass man – auch nach Ortsbesichtigung – nicht abschließend sagen könne, wie viel Euro für welche Maßnahmen zu beziffern seien; die Kostenfrage soll möglichst zügig geklärt und erneut im Ausschuss aufs Tapet kommen. Der mehrheitliche Tenor an diesem Abend war allerdings deutlich: Idealismus und Engagement des Vereins seien anzuerkennen – nur in welcher Höhe?

Der Schalbrucher Antrag führte auch zu einer grundsätzlichen Betrachtung der Sportvereinsförderung im Selfkant. „Es fehlt ein Gesamtkonzept“, kritisierte Werny. Immer wieder würden Steuergelder für die Instandsetzung ausgegeben: „Brauchen wir so viele Fußballplätze, vor allem vor dem Hintergrund des demografischen Wandels? Wir sollten den Bürgern ehrlicherweise sagen, dass wir uns den Luxus nicht mehr leisten können.“ Er forderte die Fußballvereine auf, sich an einen Tisch zu setzen und die brisante Situation zu diskutieren. Bürgermeister Corsten verwies auf ein Treffen mit Vereinsvertretern, bei dem „die Bereitschaft der Vereine, sich zu bewegen, nicht erkennbar war“.

Ausschussvorsitzender Mario Grüters (Pro Selfkant) fasste die Gretchenfrage zusammen: „Wohin soll die Reise gehen?“ Die Antwort hierauf soll gefunden werden: Der Ausschuss votierte einstimmig für den CDU-Antrag, dass der Rat sich mit dem Thema in einer seiner nächsten Sitzungen befassen soll.

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