„Flying Fish Theatre“: Denkanstöße auf Englisch

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Kreis Heinsberg. Am Berufskolleg des Kreises Heinsberg in Erkelenz stand ein Tag wieder einmal unter dem Motto „Fremdsprachen“. Nach zahlreichen positiven Erfahrungen mit dem „White Horse Theatre“ in der Vergangenheit gastierte nun erstmalig die englischsprachige Theatertruppe vom „Flying Fish Theatre“ aus Tönisvorst am Berufskolleg.

Schülerinnen und Schüler aus der Oberstufe der Höheren Berufsfachschule und vier Klassen der Gymnasialen Oberstufe schauten sich das Theaterstück „Happy Slapping“ in englischer Sprache an. Es widmet sich den Themen Rassismus und dem Phänomen des Happy Slapping, dem Zusammenschlagen von Jugendlichen, um dieses mit der Handykamera zu filmen und anschließend ins Internet zu stellen.

Im Stück treffen sich Joe und Hannah. Joe, ein englischer Muslim, wurde gerade Opfer von „Happy Slapping“ und rennt in ­einen Park, um allein zu sein. Dort begeget er Hannah, einer jüdischen Engländerin. Die anfängliche Distanz entwickelt sich im Laufe des Stücks zu einer Vertrautheit. Im Verlauf ihres Gespräches entdecken Hannah und Joe, dass sie sich eigentlich hassen müssten, da ihre Religionen einander entgegenstehen.

Sie konfrontieren sich mit Vorurteilen und reflektieren gleichzeitig ihre jeweiligen Erfahrungen, Werte und Traditionen. Dennoch wird deutlich, dass der Wunsch besteht, einander zu verstehen und sich einander zu nähern. Am Ende wird aus Hannah und Joe ein Paar. Sie schaffen es, die kulturellen Unterschiede und gesellschaftlichen Vorurteile kritisch zu hinterfragen und schließlich sogar zu überwinden.

Das Stück „Happy Slapping“ wirkt auf zwei Ebenen. Zum einen stellt es klar heraus, dass keine Religion der anderen per se überlegen ist, und es mahnt zu Toleranz. Zum anderen verweist es auf die Sinnlosigkeit von Happy Slapping und die fatalen Folgen für die Opfer.

Auf diese Weise lieferte das Theaterstück den Schülerinnen und Schülern vom Erkelenzer Berufskolleg an zahlreichen Stellen Denkanstöße, um das eigene Verhalten oder die eigene Einstellung zu reflektieren. Die Schauspieler verstanden es gekonnt, die Balance zwischen pädagogisch erhobenem Zeigefinger und dem Entertainment-Bedürfnis der Jugendlichen zu treffen.

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