Flüchtlinge beginnen Praktikum bei der Kreissparkasse

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Bei der Kreissparkasse Heinsberg vereinte sich die Projektgruppe mit den Praktikanten zum Gruppenbild.

Kreis Heinsberg. Bei der Kreissparkasse Heinsberg haben fünf Flüchtlinge ein Praktikum begonnen. Vier Wochen lang sollen sie praktische Grundkenntnisse zur Arbeit in der Kreissparkasse kennenlernen. Weiter sollen sie erfahren, wie die Sparkasse konkret gesellschaftliche Verantwortung übernimmt.

Im Rahmen eines Projekts für Auszubildende des dritten Ausbildungsjahres ist ein Betreuungskonzept für Flüchtlingspraktikanten erarbeitet worden. Den fünf Auszubildenden des Projektteams und der Sparkasse ist wichtig, den jungen Leuten einen Einblick in das Berufsleben zu geben und soziale Kontakte aufzubauen.

Die unterschiedlichen Werte, Kulturen und Religionen kennenzulernen und einander besser zu verstehen, sind ebenfalls Schwerpunkte des Projekts. „Denn Integration gelingt am einfachsten in der Freizeit und über den Arbeitsmarkt“, stellte Ludwig Leonards stellvertretend für alle Projektmitglieder zu Beginn der Projektphase heraus.

Die Praktikanten kommen aus Afghanistan, Syrien und aus dem Iran. Die Kompetenzen und die Erfahrungen der jungen Leute können kaum unterschiedlicher sein. Da sind zum einen die schulische Entwicklung und zum anderen die sprachliche Verständigung. Für die Auszubildenden stand von Beginn an fest, alle Praktikanten möglichst dort abzuholen, wo sie stehen, und ihnen vier erlebnisreiche Wochen in der Sparkasse zu bieten.

Neben den fachlichen Informationen zum Sparkassenalltag, die jeweils in deutscher und in englischer Sprache erfolgen, steht ebenfalls Deutschunterricht auf dem Wochenplan, um den jungen Leuten mehr Sicherheit im alltäglichen Leben zu geben. Die Sparkasse bedankte sich bei den Verantwortlichen der Sozialämter der Stadt Erkelenz, der Stadt Heinsberg und der Stadt ­Hückelhoven für die Empfehlungen der Praktikanten.

„Unser gesellschaftlicher Auftrag ist angesichts der gegenwärtigen Krise und ihrer Auswirkungen auf das tägliche Leben aktueller denn je“, erklärte Thomas Pennartz, Vorstandvorsitzender der Kreissparkasse Heinsberg. „Wir alle müssen unseren Beitrag zur Integration leisten“, führte er weiter aus und stellte dabei die Wichtigkeit einer neuen Internetplattform heraus, die Flüchtlinge und Unternehmer zusammenbringen soll.

Norbert Bündgen aus Wegberg baue im Auftrag der Sparkasse und des Deutschen Roten Kreuzes diese Internetplattform auf. Auf der einen Seite könnten Unternehmen dort eintragen, was sie anbieten und wen sie suchen würden. Auf der anderen Seite sollen vor allem die vielen Flüchtlingshelfer animiert werden, die die Asylsuchenden bestens kennen würden, diese über die Plattform zu empfehlen. Sie könnten dort unter anderem eintragen, welche Fähigkeiten jemand mitbringe, welche Fertigkeiten, welche Erfahrungen, welche Sprachkenntnisse.

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