Fleißige Schüler erhalten das Flachsdiplom

Von: gp
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Im Flachsmuseum in Wegberg-Beeck: Spannend für die junge Gäste war die Demonstration von Klara Schlömer, die mit Hilfe nostalgischer Gerätschaften die Verarbeitung des Flachs zeigte. Foto: Passage

Kreis Heinsberg. Die Oberbrucher Rurtal-Schule, die Förderschule des Kreises Heinsberg mit dem Förderschwerpunkt Geistige Entwicklung, steht in einer inklusiven Gesellschaft inmitten des sozialen Gefüges. Dies wird auch in Form internationaler Kontakte zu sozialen Einrichtungen in Russland, England oder den Niederlanden zum Ausdruck gebracht.

Daher ist einer der Schwerpunkte der Schule der Entwicklung und der Festigung dieser Partnerschaften gewidmet. Um dies zu erreichen, sollen das Verständnis sowie die Akzeptanz zwischen den Kulturen und Traditionen geweckt, ausgebaut und gefördert werden.

Nach Gründung der Arbeitsgemeinschaft Grenzland Kreis Heinsberg – Limburg, die grenzüberschreitende Projekte finanziell unterstützt, ist auch eine Kooperation zwischen der Rurtal-Schule und der Herman-Broeren-School Roermond entstanden. Der Fokus der Partnerschaftsarbeit wurde zunächst darauf ausgerichtet, so viele Grenzen wie möglich abzubauen – ob sie nun aus der Behinderung oder aus sozialökonomischen Hintergründen oder auch aus den Grenzen zwischen den Ländern resultierten.

Im Rahmen dieser Partnerschaft besuchten nun bei einer gemeinsamen Aktion unter der Leitung von Susanne Spitler und Dietmar Pelzer zehn Schülerinnen und Schüler der Rurtal-Schule sowie die gleiche Zahl der Partnerschule aus Roermond, begleitet von Loes Kauwenberg und Anita van Wandelo, das Flachsmuseum in Wegberg-Beeck. Während der Führung durch das Museum, vorgenommen vom Vorsitzenden des Heimatvereins Beeck, Georg Wimmers, sowie von Klara Schlömer, wurde den jungen Gästen die Entwicklung des Flachs von der Aussaat bis zum fertigen Leinen eindrucksvoll aufgezeigt.

Anhand einer Fotografie wurde verdeutlicht, wie der Flachssamen ausgelegt wird. Spannend für die Kinder und Jugendlichen war es zu sehen, wie eine Flachspflanze nach dem Ernten aussieht und verarbeitet wird. Fachgerecht erklärt und demonstriert von Klara Schlömer, erlebten die deutschen und niederländischen Gäste eindrucksvoll die weitere Verarbeitung des Flachs an der Breche oder dem Kamm, aber auch die Reinigung und das Spinnen des Flachs zu gebrauchsfertigen Fäden.

Schließlich erlebten die jungen Menschen an einem nostalgischen Webstuhl, wie aus den Fäden Tücher hergestellt werden. Den Schülerinnen und Schüler wurde die Möglichkeit geboten, als Zweiergruppe, bestehend jeweils aus Jugendlichen beider Schulen, gemeinsam die Flachshalme an den unterschiedlichen Geräten bis zum fertigen Faden zu verarbeiten. Berührungsängste zwischen den jungen Schülern sollten durch diese gemeinsame Tätigkeit abgebaut werden.

Mit einer Bastelrunde, die sich natürlich um den Anbau und die weitere Verarbeitung des Flachs drehte, endete für die Schülerinnen und Schüler aus Oberbruch und Roermond ein ereignisreicher und lehrreicher Vormittag. Als Lohn für ihr Engagement erhielt jeder der Beteiligten am Ende ein Flachsdiplom, ausgestellt in deutscher und niederländischer Sprache. „Solche und ähnliche Aktionen sind natürlich bestens geeignet, bestehende Barieren abzubauen“, erklärte Susanne Spitler von der Rurtal-Schule.

Mit einem gemeinsamen Mittagstisch, finanziert von der AG Grenzland, endete für die deutschen und niederländischen Mädchen und Jungen ein spannender und aufschlussreicher Tag.

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