Fledermäuse halten jetzt Winterschlaf

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Braunes Langohr in einem Kelle
Braunes Langohr in einem Keller in Heinsberg: Der Naturschutzbund Nabu ist wieder den Fledermäusen auf der Spur. Foto: Nabu Heinsberg

Kreis Heinsberg. Im Winter sind sie nicht zu sehen: Fledermäuse, die im Sommer durch ihren lautlosen Flug in der Dunkelheit faszinieren, verschlafen die kalte, insektenarme Jahreszeit.

Dazu suchen sie dunkle, ungestörte Orte auf: alte Schlosskeller oder Gewölbekeller von Bauernhöfen, künstliche Stollen oder Höhlen. Andere Arten verbringen Winter wie Sommer in dicken Bäumen, die durch Spechte, Blitzeinschläge und Fäulnis ausgehöhlt worden sind. Dort können sich dann schnell einige Dutzend oder sogar Hunderte von Tieren versammeln. Je mehr Tiere gemeinsam schlafen, desto wärmer wird es für sie. Dadurch sparen die Tiere einen Teil ihrer Fettreserven, die sie im Herbst angelegt haben.

Im Kreis Heinsberg gibt es keine natürlichen Höhlen und seit dem Ende des Bergbaus auch fast keine Stollen mehr. Dem Nabu sind gerade einmal knapp zwei Dutzend Fledermaus-Winterquartiere bekannt. Dort werden jährlich etwa 20 bis 30 Tiere aus sechs Arten nachgewiesen, ein Bruchteil der Tiere, die im Sommer im Kreisgebiet fliegen.

Der Naturschutzbund Nabu sucht daher nach Fledermaus-Winterquartieren an und in Gebäuden und bittet um die Meldung solcher Quartiere.

Aber auch wer alte Gewölbekeller für Fledermäuse optimieren möchte, Sanierungen an Gebäuden mit bekannten Fledermausvorkommen plant oder auch einfach nur Fragen hat, kann sich an Michael Straube vom Nabu-Kreisverband Heinsberg wenden per E-Mail an nabuheinsberg@aol.com oder unter Telefon 0177/8892450.
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