Flammen im Gewerbegebiet Baal: Acht Lastwagen brennen aus

Von: Rainer Herwartz
Letzte Aktualisierung:
13698214.jpg
Acht Zugmaschinen mit Kühlauflieger sowie ein einzelner Auflieger wurden am Mittwochabend im Gewerbegebiet Baal ein Raub der Flammen. Nach den Löscharbeiten blieben nur traurige Gerippe übrig. Foto: Feuerwehr Hückelhoven (3), CUH (1)
20161221_0000e2b45249b993_IMG_0075.jpg
Die Flammen waren weit hinaus zu sehen. Foto: CUH
20161221_0000e2b45249b993_IMG_0065.jpg
Die Feuerwehr war mit umfangreichen Kräften im Einsatz. Foto: CUH

Hückelhoven. Nur noch Gerippe sind am Tag nach der Feuersbrunst auf dem Gelände der Firma Amtco von den Lkw. Selbst mit einem 120 Mann starken Großeinsatz war die Feuerwehr nicht in der Lage, dies zu verhindern. Acht Zugmaschinen mit Kühlauflieger sowie ein einzelner Auflieger waren in Brand geraten und vollständig zerstört worden.

Angrenzende Lkw sowie Schiffscontainer konnten durch den massiven Löscheinsatz jedoch vor dem Totalverlust geschützt werden. „Zur Klärung der Brandursache laufen die polizeilichen Ermittlungen auf Hochtouren. Da Brandstiftung nicht auszuschließen ist, sucht die Polizei jetzt etwaige Zeugen“, erklärt Hauptkommissar Karl-Heinz Frenken, der Pressesprecher der Polizei.

Wer Beobachtungen machte, die mit dem Vorfall in Verbindung stehen könnten, der wende sich bitte an das Kriminalkommissariat der Polizei in Hückelhoven unter Telefon 02452/9200.

Da bei Eintreffen der Feuerwehrkräfte das Ausmaß des Brandes noch unklar und kein Zugang zum Gelände möglich war, weil Lkw die Zufahrt blockierten, musste der erste Löschangriff erst über eine Strecke von rund 100 Metern aufgebaut werden. Wie sich zeigte, standen am Bahndamm der Bundesbahn acht Lkw mit Auflieger sowie ein einzelner Auflieger bereits komplett in Flammen. Das Feuer drohte zudem, auf weitere Fahrzeuge sowie in unmittelbarer Nähe abgestellte Schiffscontainer überzugreifen.

Da der Brand sicha uf den angrenzenden Bahndamm ausgedehnt hatte, musste der Bahnverkehr zwischen Aachen und Mönchengladbach vorübergehend eingestellt werden, um hier die Löschmaßnahmen sicher durchführen zu können. Züge aus Richtung Aachen endeten vorzeitig in Lindern. Aus Richtung Mönchengladbach kommend endeten die Züge in Hückelhoven-Baal, vereinzelt auch in Erkelenz.

Schnell stellte sich heraus, dass das Feuer mit den Einsatzkräften vor Ort nicht unter Kontrolle zu bringen war, deshalb wurden noch weitere Einsatzkräfte alarmiert. Laut Feuerwehr kamen in der Einsatzspitze vier C-Rohre, ein B-Rohr sowie drei Schaum-Wasserwerfer mit einer Wasserleistung von 6500 Litern pro Minute sowie einer Schaummittelmenge von 400 Litern zum Einsatz.

Starke Rauchentwicklung

Aufgrund der starken Rauchentwicklung sowie der damit einhergehenden Geruchsbelästigung, die über etwa fünf Kilometer bis ins Stadtgebiet von Hückelhoven wirkte, wurde auch die Messeinheit des Kreises Heinsberg zu Messungen angefordert. Zum Glück ergab sich dabei jedoch kein bedrohliches Resultat. Alle Messungen verliefen unterhalb der Nachweisgrenze. Lediglich die Bewohner eines angrenzenden Wohnhauses wurden angewiesen, Fenster und Türen zu schließen.

Wegen des Rauchs konnte der Einsatz nur mit Atemschutz durchgeführt werden, was zur Folge hatte, dass zusätzlich vom Kreis Heinsberg der Abrollbehälter Atemschutz sowie der Schaumcontainer nachgefordert wurden.

Im Einsatz waren der Zug 3 (Doveren, Baal, Rurich), der Zug 2 (Ratheim, Millich, Kleingladbach), der Zug 1 (Hückelhoven), die Löscheinheit Brachelen als Grundschutz für das Stadtgebiet, der Rettungsdienst, die Bundespolizei, die Kreispolizei sowie diverse andere Behörden und Fachämter.

Die Löschmaßnahmen zogen sich bis zum Donnerstagmorgen hin und konnten etwa gegen 1.30 Uhr beendet werden. Der entstandene Sachschaden kann laut Karl-Heinz Frenken noch nicht beziffert werden. „Er dürfte aber bei mehreren hunderttausend Euro liegen“, meinte er.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert