Fische an der Wand erinnern an die Historie

Von: anna
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Nachdem Bürgermeister Wolfgan
Nachdem Bürgermeister Wolfgang Dieder (links) den Schlüssel an Ortsvorsteher Jupp Hansen übergeben hatte, reichte dieser ihn gleich weiter an zwei Vertreter der Unterbrucher Vereine. Foto: anna

Heinsberg-Unterbruch. Bunte Fische schwimmen noch immer in einer Unterwasserwelt auf den großformatigen, blauen Keramikfliesen an der Stirnseite der neuen Bürgerhalle in Unterbruch. Sie erinnern daran, dass dort, wo heute Tische und Stühle stehen, einst die Wasserfläche des Lehrschwimmbeckens war.

Seit einem Einbruch mit Vandalismusschäden im Frühjahr 2007 war das kleine Bad nicht mehr nutzbar gewesen. Reparatur und Sanierung des 60 Jahre alten Objekts schieden aus Kostengründen aus.

Im Frühjahr 2009 stimmte die Stadt der neuen Nutzung als Mehrzweckraum und Anbauten für Küche, Kühl- und Abstell- sowie Sanitärräumen zu. Dreieinhalb Jahre später übergaben Bürgermeister Wolfgang Dieder und Ortsvorsteher Jupp Hansen die neue Einrichtung jetzt der Unterbrucher Bürgerschaft.

Der Ortsvorsteher bedankte sich bei der Stadt, dass sie trotz ihrer äußerst angespannten Haushaltslage die Finanzmittel zur Verfügung gestellt habe, und bei den Bürgern und den Mitgliedern von Vereinen, die sich beim Bau, der überwiegend in Eigenleistung erfolgte, engagiert hätten.

Der Bürgermeister ließ die Historie des Projekts noch einmal Revue passieren und erinnerte an die Investitionen der Stadt in Unterbruch. Nach dem Umbau der Mehrzweckhalle für rund 440.000 Euro sei der Umbau des Lehrschwimmbeckens noch einmal mit 37.000 Euro zu Buche geschlagen, die Anbauten mit 70.000 Euro und ein neues Dach mit 47.000 Euro.

„Das ist ein gewaltiger Kostenapparat, den wir hier gestemmt haben”, betonte er. Sein Dank ging an die vielen Ehrenamtler für ihr Engagement bei der Realisierung der neuen Bürgerhalle und an den Ortsvorsteher persönlich, der ständig unterwegs sei und sich in seinen Ort einbringe.

Hansen selbst dankte ebenfalls den mehr als 50 Ehrenamtlern, namentlich Claudia Herling (Planung und Statik), Gerd (Motta) Jessen, Norbert Stollenwerk und Markus Thora (Beton- und Maurerarbeiten), Karsten Winkens, Jochen Oeben, Josef Welfers, Fritz (Jüng) Schwieger, Heinz Dennisen und Jakob de Hesselle (Innenausbau), Franz-Josef Nolten (Elektroinstallation und alle dafür erforderlichen Materialien), Heinrich Przybilla, Gerd Mobers und Werner Schäfers (Fliesenarbeiten), Martin Jansen und Udo Walrafen (Schreinerarbeiten, Fenster und Türen), Josef Peters und den Mitarbeitern des Bauhofes (Heizung, Wasser, Sanitär), Hans-Peter Görtz (Kühlraum), Volker Zellissen (Dach-, Klempner- und Isolierarbeiten), Karl-Heinz Jansen (Metallbau) und schließlich den „Männchen für alles”: Viktor (Bob) Baumeister, Friedel Thönneßen und Ingo Lange, dem Mann mit den meisten Arbeitsstunden.

Hansens Dank für die Bereitstellung von Gerät ging an Johannes Frenken, Marc Nolten sowie an Johannes und Friedel Israel. Nicht unerwähnt ließ er, dass die Frauengemeinschaft den überwiegenden Teil der Kücheneinrichtung gestiftet hat und zudem für das leibliche Wohl der Bauarbeiter und für die Reinigung der Räumlichkeiten sorgte.

Aus dem ehemaligen Lehrschwimmbecken sei etwas Großartiges entstanden, waren sich dann auch Propst Markus Bruns und der aus Unterbruch stammende Pfarrer Bernhard Steffes einig, bevor sie die neue Bürgerhalle einsegneten. Zwar gebe es im Raum kein Kreuz, aber der Fisch sei ja auch ein Symbol für die Christen, verwies Bruns auf die farbigen Keramikfliesen.

„Jetzt bleibt in Frieden zusammen und feiert noch etwas”, schloss Steffes und leitete damit über in den gemütlichen Teil der Eröffnungsfeier. Zu ihrem Programm gehörten eine Diashow, die an die Bauarbeiten erinnerte, eine Cafeteria und Darbietungen vom Trommler- und Pfeiferkorps sowie vom Musikverein.
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