„Finde dein Ziel und gehe deinen Weg mit Leidenschaft”

Von: hewi
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Der ehemalige Rollstuhl-Rugby-Spieler präsentierte Bekenntnisse eines Optimisten: Managementtrainer und Bestsellerautor Boris Grundl referierte in der Erkelenzer Stadthalle vor Schülern des Berufskollegs. Foto: Koenigs

Kreis Heinsberg. „Wenn Sie 500 Schüler in die Stadthalle bekommen, trete ich kostenlos auf.” So lautete die Bedingung des Motivationstrainers Boris Grundl, als der Erkelenzer Berufsschullehrer Frank Symanski Kontakt mit ihm aufnahm und um einen Auftritt in Erkelenz bat.

Am Ende waren es sogar über 600 Berufsschüler, die in die Erkelenzer Stadthalle gekommen waren, um dem erfolgreichen „Krisen-Bewältigungs-Experten” bei seinem Impulsvortrag zuzuhören. Sogar über 1200 hatten Interesse gezeigt und wären gerne zu der Veranstaltung gekommen, um die „Bekenntnisse eines Optimisten” zu hören.

Symanski war in einer Fernseh-Talkshow auf den Managementtrainer, Gastdozenten und Beststellerautor Boris Grundl und seine außergewöhnliche Lebensgeschichte aufmerksam geworden. Der ehemalige Sportler sitzt seit einem Unfall im Jahr 1990 im Rollstuhl, denn bei einem Sprung von einer Klippe brach er sich den sechsten Halswirbel - 90 Prozent seiner Muskulatur sind gelähmt. Trotzdem gab Grundl nicht auf und wurde zu einem der besten Rollstuhl-Rugby-Spieler der Welt.

Grundls Botschaft an die Schüler war klar: Man müsse seine Ängste erkennen und anerkennen, um sie überwinden zu können. Denn nur die eigene Angst stehe einem im Wege.

Dann machte er sich daran, einzelne Ängste zu benennen und zu erklären, wie man ihrer Herr werden könne. Dabei gehöre auch Ungeduld zu den ängstlichen Eigenschaften. Denn wer wirklich ehrgeizig sei, der könne auch mit Geduld seine Ziele verfolgen.

Allen bekannt auch die Angst vor Ablehnung, „die schlimmste aller Ängste”. Sie sei auch Grund dafür, dass man Dinge tue, die man eigentlich ablehne. Doch „wem das egal ist, der wird zum Turbo”, versprach Grundl den Zuhörern.

Auch sonst hatte er praktische Tipps parat, um die Einzigartigkeit zu entfalten und so den Weg in die Berufswelt zu schaffen. So sollten die Schüler alles aufschreiben, wovor sie Angst haben und es dann tun. Denn erfolgreiche Menschen würden das Unangenehme zuerst tun. „Was kurzfristig unangenehm ist, führt mittelfristig zum Erfolg”, sagte er. Grundl verstand es gut, seine Thesen mit Beispielen aus dem eigenen Leben zu belegen. Denn perfekt sei auch er nicht, gab er zu. Allerdings wisse er, wie er seine Ängste und damit auch sein Leben im Griff behalte. „Finde dein Ziel und gehe deinen Weg mit Leidenschaft”, lautete sein Credo.

Frank Symanski zeigte sich zufrieden mit dem Interesse der Schüler. „Wir müssen in der Schule mehr für die Persönlichkeitsentwicklung der Schüler tun”, sagte er.

Die Schüler müssten lernen, mehr Selbstvertrauen zu entwickeln und klare Ziele zu definieren. Die Erkenntnisse aus Grundls Vortrag würden nun an der Schule nachbearbeitet, um sie so auch denen zu vermitteln, die in der Stadthalle keinen Platz mehr gefunden hatten.
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