Finanzielle Entlastung dank Stromspar-Check

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Helmut Marmann (3.v.l.) für NEW Energie / West, Simone Deckers (3.v.r.) für Nuon Deutschland und Hans Ohlenforst (hinten rechts), Leiter der Caritas-Werkstatt, überreichten Stromsparhelfern die Beraterkoffer.

Kreis Heinsberg. Mess- und Erfassungsinstrumente, Energiesparlampen und schaltbare Steckerleisten: So sieht der Inhalt des Beraterkoffers aus, mit dem sich die sechs Stromsparhelfer, vier Männer und zwei Damen der Caritas-Werkstatt gGmbH, auf den Weg machen, um einen „Stromspar-Check” vorzunehmen.

Offiziell wurde ihnen der Koffer im Bildungszentrum der Caritas-Werkstatt von Helmut Marmann und Franz Peter Jansen als Vertreter der NEW Energie / West, Simone Deckers von Nuon Deutschland und Hans Ohlenforst, Leiter der Caritas-Werkstatt, überreicht. Damit war der Auftakt des Projektes erfolgt, das zwei Jahre vorbereitet worden war.

Ins Leben gerufen wurde die Aktion „Stromspar-Check” vom Deutschen Caritasverband, dem Bundesverband der Energie- und Klimaschutzagenturen Deutschlands und der Energieagentur NRW, wie Ralf Mertens (Projektkoordinator) von der Caritas-Werkstatt erklärte. Und zwar mit dem Ziel, einkommensschwachen Haushalten und damit Familien und Menschen, die ihren Lebensunterhalt von Arbeitslosengeld II, der Sozialhilfe oder durch andere Sozialleistungen bestreiten, durch Senkung der Stromkosten zu helfen. Gleichzeitig gehe es auch darum, die Umwelt zu entlasten, sowie Dauer- und Langzeitarbeitslose wieder an den Arbeitsmarkt heranzuführen, sagte Mertens.

Denn bei den Stromsparhelfern handele es sich um Langzeitarbeitslose, die im Rahmen des Projektes durch qualifizierte Trainer eine spezielle theoretische und praktische Schulung erhalten würden.

Im Kreis Heinsberg biete die Caritas-Werkstatt in Kooperation mit der Arge für den Kreis Heinsberg und mit Unterstützung der Energieversorger NEW Energie / West und Nuon dieses Beratungsangebot an, das als Projekt unter dem Motto „Strom gespart - Fußball gekauft” bundesweit an 60 Standorten laufe, so Ohlenforst. „Unsere Zielgruppe sind einkommensschwache Haushalte.” Diese können sich ab sofort an die Caritas-Werkstatt wenden, um einen Termin für einen Stromspar-Check, der aus zwei Hausbesuchen besteht, zu vereinbaren.

Die geschulten Stromsparhelfer, die sich durch Ausweise als solche zu erkennen geben, kommen als zweiköpfiges Team und machen mit Hilfe der Mess- und Erfassungsinstrumente des Beraterkoffers eine Bestandsaufnahme aller elektrischen Geräte wie Waschmaschinen, Lampen und Warmwasserbereiter. Bei einem zweiten Besuch geben sie qualifizierte Tipps wie Strom und Wasser gespart werden können. Kostenlos überreichen sie auch notwendige Energiesparlampen, TV-Abschalter oder schaltbare Steckerleisten im Wert von bis zu 70 Euro, um die Kosten sofort zu senken. „So können im Durchschnitt die Stromkosten um bis zu 100 Euro im Jahr verringert werden”, sagte Ralf Mertens.

Der Einsatz der Stromsparhelfer sei eine gute Sache, lobten Helmut Marmann und Franz Peter Jansen als Vertreter der NEW Energie / West sowie Simone Deckers von Nuon. „Auf diese Weise werden auch die einkommensschwachen Haushalte an den Klimaschutz und ans Stromsparen herangeführt.”

Der Stromspar-Check sei demnach ein Gewinn für alle, bestätigte Hans Ohlenforst als Leiter der Caritas-Werkstatt. Zumal es auch darum gehe, langzeitarbeitslose Menschen zu qualifizieren und sie wieder auf den ersten Arbeitsmarkt zu bringen.

Das Beratungsangebot für einen Stromspar-Check richtet sich an Haushalte mit geringem Budget und damit an Menschen, die Arbeitslosengeld II, Sozialhilfe oder Wohngeld beziehen. Sie können einen Termin für einen persönlichen Stromspar-Check bei der Caritas-Werkstatt gGmbH, Haus der Caritas, Heinsberg, Apfelstraße 55, 02452/919280, vereinbaren.
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