Finale für die Deutsche Eiche

Von: hewi
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Seit 40 Jahren prägt die Grup
Seit 40 Jahren prägt die Gruppe „Deutsche Eiche” innerhalb der Dorfgemeinschaft Holzweiler das närrische treiben beim Rosenmontagszug. Mit dem runden Geburtstag feierten sie zugleich Abschied vom Straßenkarneval. Foto: Dahmen

Erkelenz-Holzweiler. Überschaubar, aber nicht weniger laut und fröhlich präsentierte sich der Rosenmontagszug in Holzweiler. Elf Wagen und Fußgruppen traten um 11.11 Uhr bei strahlendem Sonnenschein von der Titzer Straße ihren Weg durch den Ort an, wo die kostümierten Jecken schon an den Straßen auf ihn warteten.

Zu den gemeldeten Gruppen gesellten sich noch verkleidete Jecken, die sich kurzfristig entschlossen hatten, mit zu ziehen. Den Ton und den Takt gaben wieder die Trommler und Pfeifer aus Holzweiler an. Zum letzten Mal dabei war die Gruppe „Deutsche Eiche”. 40 Jahre lang hat die Gruppe seit ihrer Gründung jedes Jahr am Holzweiler Zug teilgenommen. Dabei handelte es sich bei den fröhlichen Jecken anfangs durchaus um „Dorfrebellen”, wie Hans Kuß betonte. Angetreten war man, um gegen die „verkrusteten Strukturen” im Dorf zu rebellieren und neue Impulse zu geben.

Dazu gehörte auch immer schon der Karneval, der in Holzweiler traditionell großgeschrieben wird. „Dann haben wir gelernt, dass man Verantwortung übernehmen muss und haben dies auch getan”, fasste der als Pharao verkleidete Kuß die Entwicklung der Gruppe zusammen. Nach 40 Jahren sei der Punkt erreicht, um aufzuhören, erklärte er. Von den anfänglich 14 Eichen sind immerhin elf der Gruppe über vier Jahrzehnte treu geblieben. Die meisten Eichen werden es sich sicher nicht nehmen lassen, in anderen Gruppen am Holzweiler Karneval teilzunehmen, schließlich stehen Eichen ja bekanntlich für Bestand und Treue.

Wer bei den Damen von Echt Lecker aufpasste, konnte noch etwas lernen. Denn „Po auf dem Klo macht die Klofrau froh” lautete eine der Weisheiten mit denen die sexy gewandeten Klofrauen angetreten waren. Ihr rollendes Dixi-Klo hatten sie natürlich auch dabei. Die Holzböck hatten sich rustikal für das Motto „Cowboy” entschieden und mischten „Das Lied vom Tod” in den Soundteppich fröhlicher Stimmungslieder. Die Borussenfreunde hatten kurzerhand den siebten Himmel auf ihren Wagen gepackt, in dem man heiraten konnte, „oder auch nicht”.

De Fußgruppe Sixpack XXL, die auch schon seit Jahren dabei ist, war diesmal als Schornsteinfeger angetreten und verteilte Glück in leckerer oder flüssiger Form an die Zuschauer. Überhaupt war es sehr wichtig, mit den Zuschauern auf Tuchfühlung zu gehen, mal ein Bützchen zu verteilen oder anzustoßen.

Martialisch als Wikinger war die Holzweiler Jugend unterwegs. „Ganz schön lappig” ging es bei der Gruppe „Da sin mer dabei” zu. Von Holzweiler aus ging es für einige der Gruppen noch weiter nach Erkelenz, wo der Startschuss zum Rosenmontagszug später gegeben wurde.
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