Feuerwehrübung: Leine führt „Froschmänner” zum versunkenen Wagen

Von: so
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Nachdem das Fahrzeug von den T
Nachdem das Fahrzeug von den Tauchern geborgen und gesichert wurde, wird es mittels eines Luftsackes ans Ufer des Lago Laprello gezogen. Foto: Sommer

Kreis Heinsberg. Unfälle oder auch Unvorhergesehenes an stehenden und fließenden Gewässern machen oft den Einsatz von Tauchern erforderlich. Sie verrichten ihren nicht ganz ungefährlichen Dienst, wann immer es erforderlich ist.

Um allerdings ständig bereit und einsatzfähig zu sein, sind immer wieder Übungen erforderlich. So müssen die Männer ständig in der Lage sein, unvorhergesehene Aufgaben zu bewältigen und auf alle Eventualitäten vorbereitet zu sein. Das gilt auch für die Mitglieder der Feuerwehr-Tauchgruppe des Kreises Heinsberg, die unter realistischen Vorzeichen am Lago Laprello in Heinsberg eine großangelegte Übung absolvierten.

Neben den Heinsberger Feuerwehrtauchern waren das Technische Hilfswerk (THW), Ortsgruppe Erkelenz, die Feuerwehr-Löschgruppe Effeld mit einem Rüstwagen sowie die befreundeten Taucher-gruppen aus Lobberich und Petershagen bei Minden, in diese Übung eingebunden. Die Aufgabe für die Taucher und ihren Helfern bestand einmal darin, im Wasser ein Fahrzeug zu orten und dieses an Land zu befördern.

Außerdem musste die Unfallstelle mit sogenannten Ölschlengeln abgesichert werden. Diese Aufgabe übernahm der Löschzug Effeld, der vom Boot aus diese Sicherungsmaßnahmen in Angriff nahmen. Diese Aktion diente dazu, den See durch eventuell austretende Flüssigkeiten wie Öl oder Treibstoff nicht zu verunreinigen.

Unter der Führung von Tauchgruppenleiter Norbert Schmitz, der die gesamte Aktion vom Ufer her koordinierte und ständig mit den Tauchern in Funkkontakt stand, suchten zunächst vier Taucher mittels eines Sonargerätes den See nach dem Fahrzeug ab. Doch genau wie im Ernstfall, stand auch hier die Sicherheit der Männer unter Wasser im Vordergrund: Durch lange Leinen gesichert, war jeder Taucher dank eines am Ufer stehenden Helfer ständig in „festen Händen”.

Auch befand sich ein einsatzbereiter fünfter Taucher im seichten Wasser, um notfalls sofort eingreifen zu können. Nachdem das Fahrzeug schließlich in achteinhalb Metern Tiefe entdeckt und mit einer Boje markiert war, gelangte eine zweite Tauchergruppe zum Einsatz. Mit einer Laufleine, die von der ersten Tauchergruppe am aufgespürten Fahrzeug angebracht worden war, gelangten diese „Froschmänner” auf direktem Wege ans Ziel.

Deren Aufgabe bestand nun, das Fahrzeug mit einem Balken zu versehen. Diese Maßnahme war erforderlich, um das Fahrzeug mittels eines Luftsackes an die Wasseroberfläche zu befördern.
Die Löschgruppe Effeld zog schließlich das gesicherte Fahrzeug mittels ihres Rüstwagens an Land.

Ähnlich wie im Ernstfall, wurde allen Beteiligten hier alles abverlangt. Dass die Feuerwehrtaucher des Kreises allerdings auf den Punkt genau einsatzbereit sind, bewiesen sie während dieser Übung recht eindrucksvoll: Unter den Augen von Kreisbrandmeister Karl-Heinz Prömper erledigte jeder zur vollsten Zufriedenheit der Einsatzleitung die gestellten Aufgaben. Mit dieser Übung unterstrichen die Taucher recht eindrucksvoll, dass sie auch im Ernstfall zu jeder Zeit einsatzbereit sind.
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