Feuerwehrtaucher steigen in den eiskalten Rhein

Von: Günther Passage
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Begleitet von den Blicken der zahlreichen Schaulustigen nahmen die „Eisschwimmer“ die insgesamt sechs Kilometer lange Strecke bis zur DLRG-Station im Düsseldorfer Stadtteil Lörick in Angriff. Foto: Passage

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Gut gerüstet vor ihrem Einsatz beim Düsseldorfer Neujahrsschwimmen zeigten sich die Feuerwehrtaucher des Kreises Heinsberg. Sie mussten von der Düsseldorfer Rhein-Kniebrücke aus zum sechs Kilometer flussabwärts gelegenen Löricker Yachthafen gelangen. Foto: Passage

Kreis Heinsberg. Zwar ist das neue Jahr schon ein paar Tage alt. Dennoch ließen es sich die Feuerwehrtaucher des Kreises Heinsberg nicht nehmen, auch einige Tage, nachdem das Heulen der letzten Silvesterböller verstummt war, beim Neujahrsschwimmen im Rhein bei Düsseldorf teilzunehmen. Vor 49 Jahren wurde die Aktion von der DLRG Düsseldorf zum ersten Mal gestartet.

Was zunächst als Spaßevent gedacht war, entfachte im Laufe der Jahre bei den aktiven Wassersportlern eine solche Begeisterung, dass sich alljährlich zwischen Anfang und Mitte Januar Hartgesottene in die eisigen Fluten des Rheins stürzen.

Drittes Mal dabei

Auch in diesem Jahr war wieder eine Abordnung der Heinsberger Feuerwehrtaucher mit von der Partie. Sie hatten sich zum dritten Mal auf den Weg in die Landeshauptstadt begeben.

Mit Neoprenanzügen gegen die Kälte gewappnet, erfolgte der Start zu diesem Event unter der Rhein-Kniebrücke. Auch diesmal waren es wieder rund 350 „Unbelehrbare“, die sich in den kalten Rhein trauten.

Die Aufgabe für alle Teilnehmer bestand darin, die in sechs Kilometern Flussabwärts gelegene DLRG Station an der Einfahrt des Löricker Yachthafens zu erreichen. Eine körperliche Fitness war wichtige Voraussetzung für die Teilnahme an diesem Neujahrsschwimmen.

„Es war schon recht kalt, als wir in den Rhein stiegen“, merkte der Heinsberger Lehrtaucher Norbert Schmitz an, nachdem er nach rund 45 Minuten die sechs Kilometer lange Distanz zurückgelegt hatte. Doch für die Feuerwehrtaucher aus Heinsberg war dieser erste Einsatz im noch frühen Jahr recht aufschlussreich. Denn erstmals konnte dabei die im vergangenen Jahr neu angeschaffte Ausrüstung zur Strömungsrettung eingesetzt und ausprobiert werden: „Wenn unser Mitwirken auch nur als Freizeitvergnügen für unsere Leute zu betrachten ist, haben wir Heinsberger Feuerwehrtaucher doch in der Landeshauptstadt Präsenz gezeigt.

Andererseits war dies eine sehr gute Gelegenheit, unsere neuen Ausrüstungsgegenstände zu erproben“, betrachtete Guido Funk, Leiter der Heinsberger Tauchgruppe, diesen Einsatz von der positiven Seite. Bei Einsätzen an der Rur, vor allem wenn diese Hochwasser führt, kann es für unsere Einsatzkräfte zu Konfliktsituationen kommen, die auch mit Gefahren für unsere Kameraden verbunden sind. Dass wir die neuen Geräte nun im Rhein erproben konnten, stellte sich für uns als sehr erkenntnisreich heraus“, lobte Funk die Einsatzbereitschaft seiner Kameraden.

Zur bleibenden Erinnerung erhielten alle Teilnehmer des etwas späten Düsseldorfer Neujahrsschwimmens nach Beendigung ihres Einsatzes eine Medaille. Und spätestens mit der Medaille in der Hand war es für die Heinsberger Feuerwehrkameraden dann höchste Zeit, die erkalteten Glieder wieder auf Temperatur zu bringen.

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