Feuerwehrtaucher bilden jetzt eine Einheit

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Nun ist es offiziell und amtlich: Der Kreis Heinsberg hat eine eigene Wasserrettungseinheit Feuerwehrtaucher. Zur ersten Dienstbesprechung versammelte sie sich gemeinsam mit dem Leiter Brand- und Katastrophenschutz Kreis Heinsberg, Thomas Kähler (r.), den stellvertretenden Kreisbrandmeistern Friedel Mannheims und Hans-Hubert Plum (2. u. 3. v. r.) und Kreisbrandmeister Prömper (l.). Foto: CvdSt

Kreis Heinsberg. Am Ende seiner Amtszeit konnte sich Kreisbrandmeister Karl-Heinz Prömper noch einen Herzenswunsch erfüllen. Lange Jahre hatte er dafür gekämpft, dass der Feuerwehrtauchverein Heinsberg ein fester und legitimer Bestandteil der Freiwilligen Feuerwehr des Kreises Heinsberg wird. Nun ist offiziell die Wasserrettungseinheit Feuerwehrtaucher Kreis Heinsberg aus der Taufe gehoben worden.

Bei dem Feuerwehr-Tauchverein handelt es sich um einen privaten, eingetragenen Verein, dessen Mitglieder ausnahmslos Mitglieder aus Freiwilligen Feuerwehren des Kreises Heinsberg sind, die Interesse am Tauchen haben. Von Beginn an hat dieser Verein nach den Anforderungen der Feuerwehrdienstvorschrift ausgebildet, gearbeitet und auf Anforderung auch Einsätze absolviert. Die vorhandene Ausrüstung entspricht den Anforderungen der für das Feuerwehrtauchen geltenden Vorschriften. Der Tauchverein hat zurzeit 20 Mitglieder, von denen 17 ausgebildete Feuerwehrtaucher, zwei ausgebildete Feuerwehr-Lehrtaucher sowie vier ausgebildete Bootsführer sind.

Zustand nicht länger tragbar

Da es sich um einen privaten Verein handelt, ist allerdings der Versicherungsschutz bei Einsätzen über die Unfallkasse NRW nur bedingt gegeben. Übungen sind nicht über die Unfallkasse NRW abgedeckt, da es sich dabei aus rechtlicher Sicht um private Veranstaltungen handelt. Ein Zustand, der so nicht länger tragbar war, da die Kameraden eine wichtige Aufgabe zum Schutz der Bevölkerung ausüben, so war die Einschätzung in Feuerwehrkreisen.

Verwiesen wurde darauf, dass es im Kreis Heinsberg eine Vielzahl von Gewässern zu finden sind. Da gibt es zwei offizielle Badeseen plus Lago in Heinsberg, eine Tauchschule, zwei Segelclubs, bei denenregelmäßig Regatten ausgetragen werden. Nicht zu vergessen Freizeitspaß auf Rur und Wurm sowie Naherholungsgebiete mit Campingplätzen direkt am Wasser oder auch viele Angel- und Schwimmvereine.

Gemäß dem Feuerschutz- und Hilfeleistungsgesetz (FSHG) müssen die Gemeinden den örtlichen Verhältnissen entsprechende, leistungsfähige Feuerwehren unterhalten. Und gemäß diesem Gesetz müssen Kreise Einrichtungen für den Feuerschutz und die Hilfeleistung unterhalten, soweit ein überörtlicher Bedarf besteht.

Versicherungsschutz

Die große Zahl von Wasserflächen mit deren intensiver Nutzung wurde als ein Gefährdungspotenzial bewertet, dem die Gefahrenabwehr Rechnung tragen müsse. Keine Feuerwehr im Kreis Heinsberg alleine sei aber in der Lage, eine erforderliche Taucheinheit einzurichten und zu unterhalten. Deshalb wurde dies als eine Aufgabe des Kreises erkannt auf Basis des FSHG.

Um Rechtssicherheit sowohl beim Zugriff auf die Kameraden für den Einsatz- und Übungsfall als auch in Bezug auf den Versicherungsschutz zu gewährleisten, wurde die Einrichtung einer Wasserrettungseinheit Feuerwehrtaucher Kreis Heinsberg als erforderlich erachtet. Aufbau und Organisation dieser Einheit werden in Anlehnung an die beiden bestehenden Kreiseinheiten ABC-Zug und Informations- und Kommunikationseinheit erfolgen.

Die Tauchereinheit wird dem Kreisbrandmeister unterstellt. Alle Taucher beziehungsweise Mitglieder des Vereins werden in die neue Einheit übernommen. Wie bei den beiden anderen Kreiseinheiten wird eine Entsendung zur Mitarbeit in der Wasserrettung durch die Leiter der Heimatfeuerwehren erfolgen. Damit ist laut Feuerwehr der Versicherungsschutz über die Unfallkasse NRW bei allen Tätigkeiten der Einheit gegeben. Nachdem alle Modalitäten mit der Kreisverwaltung geklärt waren, konnte Kreisbrandmeister Karl-Heinz Prömper die Wasserrettungseinheit Feuerwehrtaucher des Kreises Heinsberg ins Leben rufen.

Guido Funk ist der Leiter

Bei der ersten Dienstbesprechung der neuen Einheit bestellte der Kreisbrandmeister Hauptbrandmeister Guido Funk von der Feuerwehr der Stadt Heinsberg – der urlaubsbedingt nicht anwesend sein konnte – zum Leiter des Tauchwesens. Funks Stellvertreter ist Hauptbrandmeister Norbert Schmitz von der Feuerwehr der Stadt Wegberg.

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