Feuerwehrdienst immer noch hoch im Kurs

Von: hewi
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Mit einem Eröffnungsmarsch begrüßte der Spielmannszug des Kreisfeuerwehrverbandes die Feuerwehrleute zum Verbandstag und zur Feier des 40-jährigen Bestehens vom Verband im Brachelener Kaisersaal. Foto: Koenigs

Kreis Heinsberg. Seit 40 Jahren existiert der Kreisfeuerwehrverband. Beim Verbandstag wurde das Jubiläum mit einem Festabend im Brachelener Kaisersaal gefeiert. 1973 war der Verband mit der Fusion der Kreisverbände Erkelenz und Geilenkirchen-Heinsberg gegründet worden.

Der im August als Nachfolger von Karl-Heinz Prömper angetretene neue Kreisbrandmeister Klaus Bodden sprach bei der Begrüßung rückblickend von einem Jahr 2012, in dem eine Vielzahl von Einsätzen und Aufgaben zu bewältigen gewesen sei.

Personell stehen die Freiwilligen Feuerwehren im Kreis mit insgesamt 3505 Männern und Frauen stabil da. Gegenüber 2011 war dies zwar ein Rückgang um 17 Feuerwehrleute, doch Schwankungen in dieser Höhe sind normal.

Bei den aktiven Kräften ist die Zahl mit 2276 gegenüber 2011 ebenfalls leicht rückläufig, wohingegen die Ehrenabteilungen mit derzeit 819 Mitgliedern einen neuen Höchststand meldeten. Die Jugendfeuerwehren weisen mit 410 Mitgliedern ­einen leichten Zuwachs auf.

Dies wertete Bodden als ein Zeichen dafür, dass der Dienst an der Allgemeinheit bei den Feuerwehren immer noch hoch im Kurs stehe. Auch die Zahl der Frauen in der Wehr ist kreisweit mit 116 (davon 74 aktiven) Kameradinnen steigend. Die Personalbewegung sei insgesamt „im normalen Bereich“.

Im vergangenen Jahr mussten die Feuerwehren im Kreis zu 2131 Einsätzen ausrücken; dies waren 28 weniger als im Jahr 2011. Es gab 623 Brandeinsätze, bei denen 26 Menschenleben gerettet werden konnten. Es waren aber auch neun Todesopfer zu beklagen, für die jede Hilfe zu spät kam. Bei 1121 technischen Hilfseinsätzen konnten 94 Menschen aus Notlagen gerettet werden.

Bodden erinnerte auch an die beiden Kameraden, die im November 2012 auf der Fahrt zu ­einem Einsatz in Borschemich tödlich verunglückt waren. Er appellierte an alle Feuerwehrleute, auch im Einsatz umsichtig und vorsichtig zu handeln.

Mit der offiziellen Bildung von der Wasserrettungseinheit der Feuerwehrtaucher im Kreis Heinsberg konnte im Juli auch ein lange gehegter Wunsch von Boddens Amtsvorgänger Prömper realisiert werden.

Im Juni waren 67 Einsatzkräfte beim Hochwasser in Magdeburg aktiv. Auch zukünftig müsse über die Kreisgrenzen hinaus gedacht werden, so Bodden.

An die Politik appellierte er, verlässliche Rahmenbedingungen für die ehrenamtlich tätigen Feuerwehrleute zu schaffen. Bei allem Sparzwang müsse der Sicherheit der Bürger der Stellenwert eingeräumt werden, der ihr gebühre.

In ihren Grußworten hoben Landrat Stephan Pusch und die stellvertretende Hückelhovener Bürgermeisterin Andrea Axer die Bedeutung und die Leistung der Freiwilligen Feuerwehren im Kreis hervor.

Der stellvertretende Verbandsvorsitzende Hans-Hubert Plum berichtete aus der 40-jährigen Geschichte des Kreisverbandes. Für die musikalische Gestaltung des Festaktes zeichneten der Junge Chor Brachelen und der Brachelener Musikverein verantwortlich.

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